Verbotene Stadt / Kaiserpalast (Gugong 故宫)
   

Die Verbotene Stadt ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Peking. Die Verbotene Stadt, meist von Chinesen als Kaiserpalast (Gugong) bezeichnet, liegt im Zentrum Pekings. Die Anlage ist eine Stadt innerhalb der Stadt und war nur für Kaiser und sein unmittelbares Gefolge vorbehalten, was den Namen Verbotene Stadt erklärt.
 

Der Bau der Anlage wurde 1403 durch den dritten Ming-Kaiser begonnen und bereits 1420 abgeschlossen. Die Verbotene Stadt stammt demnach größtenteils aus der Ming-Zeit. Nachfolgende Kaiser bauten den Palast zwar noch etwas um, der Grundriss blieb jedoch bestehen. Bis zur Revolution in 1911 wurde China von 14 Ming-Kaisern und 10 Qing-Kaisern von hier aus regiert. Der letzte Kaiser Puyi dankte 1912 ab, wohnte jedoch noch ein paar Jahre im Kaiserpalast. 1924 musste er und seine Familie die Verbotene Stadt endgültig verlassen und da an wurde sie auch für die Bevölkerung zugängig.

Innerhalb der Verbotenen Stadt in Peking befinden sich 890 Paläste mit unzähligen Pavillons und 9999.5 Räumen. Der halbe Raum hat symbolischen Charakter. Nach der Legende durfte nur der Himmel einen Palast mit 10.000 Räumen besitzen, daher mussten sich die „Söhne des Himmels“ mit 9.999½ zufrieden geben. Die Bebauungen in der Verbotenen Stadt nehmen eine Fläche von 150.000m² ein, die gesamte Grundfläche der Verbotenen Stadt beträgt 720.000m². Die Verbotene Stadt galt als Spiegelbild der im Kosmos waltenden Ordnung. Alle Gebäude richten sich an der Nord-Süd-Achse (und ihren östlichen und westlichen Parallelen) aus.

Zur Erkundung der Verbotenen Stadt sollte man mindestens einen halben Tag einplanen. Der Kaiserpalast kann durch das südliche oder nördliche Tor betreten werden.


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