Konfuzius - wichtiger Begründer chinesischer Werte

 Sozialpolitik in China

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Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Theoretische Grundlagen
2.1 Die konfuzianische Ethik und ihre Handlungslehren
2.2 Chinas Wirtschaftsreformen
2.3 S
oziale Auswirkungen der chinesischen Reformpolitik

3. China
3.1
Gesundheitswesen
3.2 Altersfürsorge

4. Hongkong
4.1
Hongkongs Wirtschaft
4.2
Hongkongs Sozialpolitik

5. Schlussbemerkung

6. Literaturverzeichnis 

7. Autor und Copyrighthinweis

1. Vorwort

Dieser Arbeit liegen zwei wesentliche Fragen zugrunde. Zum Einem, welcher Zusammenhang besteht zwischen der konfuzianischen Lehre und einem chinesischen sozialpolitischen Verständnis? Zum Anderen, welche anderen Ansätze können zur Erklärung der Sozialpolitik Chinas und Hongkongs angewandt werden? Neben der Funktion von einleitenden Fragen, sollen sie ebenfalls durch die gesamte Arbeit hinweg als Leitmotiv gelten. Als den roten Faden, dem der Wissensanspruch gilt. Zur Vermeidung von Missverständnissen soll erwähnt werden, dass wenn im weiteren Verlauf der Arbeit von China gesprochen wird, damit die Volksrepublik China gemeint ist.

Das Bestreben liegt demnach darin, die sozialen Verhältnisse im heutigen China zunächst unter kultursoziologischen Aspekten zu betrachten. Die konfuzianische Ethik und ihr Einfluss auf das gesellschaftliche Handeln der Menschen soll hierbei als ein kultureller Erklärungsansatz dienen. Wenn von der aktuellen, sozialen Situation in China die Rede ist, muss diese vor allem im Zusammenhang mit den politischen Reformmassnahmen seit 1978 gesehen werden. Chinas Reformära begann mit der endgültigen Abkehr von der maoistischen Politik, hin zu einer wirtschaftsfördernden und liberaleren Politik. Vorteile ergaben sich vor allen auf Seiten der Wirtschaft. Der Aufbau und die Stärkung einer Privatwirtschaft, brachte ebenfalls einen enormen sozialen Wandel mit sich.

Die unter maoistischer Propaganda erzielte Vollbeschäftigung, war nun nicht mehr länger von bedeutender Priorität. Durch die zunehmende Eigenverantwortlichkeit der Betriebe, die neue Möglichkeit von Entlassung und Einstellung, durch die privaten Firmen selbst, und insbesondere die Zulassung von Migration, eröffneten sich ganz neue Perspektiven für den privatwirtschaftlichen Sektor. Doch mit der Veränderung der politischen Situation und ihrer Folgen für die Ökonomie des Landes, sieht sich die erwerbstätige Bevölkerung Chinas ebenfalls mit einer veränderten sozialen Situation konfrontiert.

Inwiefern sich die reformpolitischen Massnahmen auf die soziale Lebenswelt der Menschen auswirkt, ist der nächste gedankliche Schritt, den es zu beantworten gilt. Wobei der Arbeitsmarkt zum Verständnis der sozialen Auswirkungen eine zentrale Rolle einnimmt.

Unter den theoretischen Grundlagen, die aus der konfuzianischen Lehre einerseits und der Reformpolitik Chinas und ihrer sozialen Folgen andererseits besteht, werden nun zwei ausgewählte Sozialbereiche näher analysiert. Das chinesische Gesundheitswesen und die Altersfürsorge eignen sich insbesondere im Bezug zu den eingangs gestellten Fragen. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung soll im weiteren Verlauf behandelt werden. Wobei es hier in Folge der Reformen, und die damit verbundene Eigenverantwortlichkeit der Betriebe, es zu einer sozialen Problematik kommt, deren Ausmass noch geklärt werden muss.

Die Altersfürsorge in China wird meist in Verbindung mit der konfuzianischen Lehre der Alten- und Ahnenverehrung erklärt, welches den Kindern als Pflicht vorgibt, für die Eltern im Alter zu sorgen. Doch inwieweit diese traditionelle Art der Altenversorgung noch Bestand hat, bleibt zu beantworten.

Die konfuzianische Ethik und ihre Wirkung auf das gesellschaftliche Handeln der Menschen, kann ebenfalls auf ein anderes Länderbeispiel angewandt werden. Die Rede ist von Hong Kong, obwohl die ehemalige britische Kolonie seit Juni 1997 offiziell wieder zu China gehört, unterscheidet sich die Region Hongkong noch immer wesentlich in ihrer wirtschaftlichen- und politischen Verfassung von China. Der Grund liegt im Status Hongkongs als eine Sonderverwaltungsregion Chinas. China räumt mit dem Status der Sonderverwaltungsregion Hongkong die Rechte ein, ihre wirtschaftliche und politische Freiheit im Zeitraum der nächsten fünfzig Jahre beizubehalten.

Die Region Hongkong ist in ihrer Wirtschaftsverfassung von einer liberalen Theorie des „laissez faire“ geprägt. Freie Marktwirtschaft ist dadurch die erklärte und praktizierte Realität Hongkongs. Der Ort Hongkong als Handels- und Wirtschaftsmetropole wirkt sich ebenfalls enorm auf das sozialpolitische Verständnis aus. Worin sieht die Regierung ihre Aufgaben im Sozialbereich? Im Hinblick auf den Standpunkt einer „positive non- interventionnism“  gegenüber der Wirtschaft, ist daher die Frage nach der Sozialpolitik Hongkongs in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Denn das Verhältnis von Wirtschaft und Sozialpolitik kann im Falle Hongkongs nicht unabhängig voneinander betrachtet werden. 

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Die konfuzianische Ethik und ihre Handlungslehren

Keine andere Kulturströmung prägte Asien über einen so langen Zeitraum hinweg, wie der Konfuzianismus und seine Lehren über das „richtige“ Handeln der Menschen. Obwohl ihr geistiger Schöpfer Konfuzius im chinesischen Reich des 5. Jahrhunderts vor Christus gelebt hat[1], besitzt seine ethische Auffassung noch heute grossen Anklang und vor allem Einfluss auf das Verhalten vieler Menschen.
 
Seiner Lehre zufolge, geht es im Leben besonders darum, seinen Charakter in der Art zu bilden, wie es für den Einzelnen tugendhaft ist. Durch die Befolgung der Tugenden, kann der Mensch mit sich selbst und der Umwelt im Einklang leben.[2] Neben dem Nutzen für sich selbst, wird aber vor allem auch die Ehrung der Eltern durch tugendhaftes Verhalten betont. Denn es ist ebenfalls enorm wichtig, durch sein Handeln den Eltern ihren verdienten Respekt zu zollen und nicht durch schlechte Taten, sowohl sich selbst, als auch die Eltern in Verruf zu bringen.[3] Die Ehrfurcht vor den Eltern ist eine der höchsten Tugenden in der konfuzianischen Ethik, sie drückt sich in dem Begriff der „Pietät“ aus. Die Versorgung der Eltern ist eines der bedeutendsten Pflichten im Leben eines Menschen.
 
Neben der „Pietät“ nimmt auch die „Treue“ einen der höchsten Werte in der Lehre ein. „Treue“ meint hier nicht die Treue zur Ehefrau-/mann sondern vielmehr die Ergebenheit und Loyalität zu seinem Staat.[4] Wer mit Treue seinem Staat dient, macht damit gleichzeitig seinen Eltern Ehre, denn einen nützlichen Beitrag für die Gemeinschaft zu leisten, ist nach konfuzianischer Vorstellung zu honorieren. Sich gegenüber den Eltern ehrfürchtig zu verhalten, dem Staat treu zu dienen, sind wichtige Merkmale sittlichen Handelns. Die Sittlichkeit umfasst alle der acht Tugenden in der konfuzianischen Ethik. Die acht Tugenden bestehen aus: 1. Treue, 2. Pietät, 3&4 Sittlichkeit und Liebe, 5&6 Vertrauen und Gerechtigkeit, 7&8 Harmonie und Gleichheit. [5] Weshalb ist nun die Sittlichkeit in allen Tugenden enthalten? Sie ist es, aus dem Grunde, weil die Sittlichkeit die Summe aller Tugenden ist. Denn versorgt man bspw. seine Eltern im Alter oder ist in seinen Handlungen den Prinzipien eigener Reden treu, sprich die Taten entsprechen dem Gesagtem, so handelt man sittlich. Sittliches Handeln in allen Lebensbereichen ist nun das erstrebenswerte Ziel. Denn dadurch ist der Mensch für sich und für seine Mitmenschen von grösstem Nutzen. Der Begriff des Nutzen, meint in diesem Zusammenhang nicht die Idee, eigene Vorteile aus der Lage einer Sache zu ziehen. Vielmehr bedeutet die Nützlichkeit, seinen Beitrag zum Funktionieren der Gemeinschaft, in einer Gesellschaft zu leisten.
 
Das Ziel der konfuzianischen Lehre ist die Kultivierung des eigenen Charakters, um mit sich selbst im Einklang zu sein, und dadurch Positives für die Ordnung, in einer Gesellschaft beitragen zu können.[6]

2.2 Chinas Wirtschaftsreformen

1978 ist in der politischen Geschichte Chinas ein bedeutendes Jahr gewesen. Es war ein Wendepunkt in der politischen Landschaft Chinas,  denn sie brachte die Abkehr von Mao Ze-Dongs propagandistischer Wirtschaftspolitik. Mit der dritten Plenartagung der kommunistischen Partei Chinas im Dezember 1978, wurde die Reformperiode eingeleitet.[7]

Das Ziel der Reformpolitik war die Stärkung und Modernisierung der chinesischen Wirtschaft. Der Weg dazu lag zum Einen, in der Öffnung der Wirtschaft auch für ausländische Investitionen, zum Anderen in der Einführung marktwirtschaftlicher Elemente, um den Grad der bislang zentral verwalteten Wirtschaft zu verringern.[8] Das Ergebnis sollte die Entwicklung einer „sozialistischen Marktwirtschaft“ sein. Zum Erreichen des Ziels war es notwendig Politik und Betriebsführung möglichst unabhängig voneinander arbeiten zu lassen.[9] Welche Massnahmen bzw. Reformen wurden nun eingesetzt, um das Wirtschaftswachstum zu fördern

Die Reformen begannen mit der Dekollektivierung der Landwirtschaft. Ein Vertragssystem wurde für die bäuerlichen Haushalte erarbeitet. Sie hatten dadurch die Möglichkeit Land zu pachten und einen Anteil der Erträge auf freien Märkten abzusetzen.[10]

Damit wurden die Entscheidungsbefugnisse der Haushalte gestärkt. Sowohl Chancen als auch Risiken brachte das neue System mit sich. Denn mit der Zunahme an Eigenverantwortlichkeit für die einzelnen Haushalte, wurden gleichzeitig die früheren Kollektive aufgelöst.[11] Mit den Folgen von Erfolg oder Missernte waren nun die Bauern selbst betroffen, und nicht wie vor der Reform das Kollektiv. Denn zuvor wirtschaftete das Kollektiv mit seinen Arbeitern für den Staat, die gesamten Erträge gingen demzufolge an den Staat.

Ungelernte, Behinderte, ältere Menschen waren ebenfalls in den Kollektiven integriert und wurden mit einem Existenzminimum abgesichert.[12] Im Zuge der Dekollektivierung der Landwirtschaft war nun die genannte Personengruppe ohne jegliche soziale Sicherung. Neben dem Problem der Verschlechterung der sozialen Situation für nicht voll belastbare Arbeitskräfte[13] zeigte sich eine weitere negative Erscheinung als Folge der Eigenverantwortlichkeit der bäuerlichen Haushalte. Durch die Aussicht auf möglichen Gewinn wurden Produktionsanreize geweckt, die sich deutlich im Überschuss der ländlichen Arbeitskräfte zeigte.[14] Angesichts der daraus resultierenden Unterbeschäftigung, beschloss die Regierung 1984 die Zulassung von Migration unter bestimmten Bedingungen. Das Ausmass und die Problematik dieser Entwicklung wird im nächsten Kapitel eingehender bearbeitet.

Eine weitere bedeutende Reform ist die Betriebs-/ Beschäftigungsreform. Die grundlegende Entscheidung darüber fiel im Oktober 1984 auf der dritten Plenartagung der kommunistischen Partei.[15] Mit der Betriebsreform soll den zuvor planwirtschaftlich geleiteten Staatsbetrieben ebenfalls wie in der Landwirtschaft mehr Eigenverantwortlichkeit und Handlungsspielraum überlassen werden. Neben dem Recht über einen Anteil des erwirtschafteten Gewinns zu verfügen, war nunmehr auch die Möglichkeit vorhanden neue Beschäftigte einzustellen, und gegebenenfalls auch nach eigenem Ermessen der einzelnen Betriebe zu entlassen.[16] Die Beschäftigungsreform bedeutete für die Arbeiter zum Einem, dass die Anstellung auf Lebenszeit in den Staatsbetrieben nicht mehr als gesichert galt, zum Anderen bot die Reform die Möglichkeit an, sich als Arbeitnehmer selbstständig um eine Stelle zu bewerben. Zuvor wurden die Arbeitskräfte durch staatliche Arbeitsabteilungen den Betrieben zugewiesen.[17] Diese Entwicklungstendenz zu einer mehr privatwirtschaftlich agierenden Firma, ist ein weiteres Faktum, eines zunehmenden sozialen Risikos für die Erwerbstätigen.

Tabelle 1: Changes in the situation of urban employees by type of ownership, 1978-1998 (million persons)

Note: Information not available. Sources: `Statistical Yearbook 1999`[18]

Um das Wachstum privatwirtschaftlicher Unternehmen in den letzten Jahren seit Reformbeginn zu verdeutlichen, wird hier durch Tabelle 1, über die Gesamtanzahl der städtischen Arbeiter nach  Art der Betriebe sichtbar. Nach veröffentlichten Zahlen des Staatlichen Statistikamtes von 1996 zufolge arbeiteten bereits im Jahre 1995 jeder zwölfte Erwerbstätige in der chinesischen Privatwirtschaft, dies macht einen Prozentsatz von 8% oder 55,7 Millionen Menschen aus.[19] 

Tabelle 1 zeigt ebenfalls deutlich, die enorme Zunahme der nicht- staatlichen Betriebe seit 1985. Im Vergleich dazu stagniert die Anzahl der staatlich organisierten Betriebe. Die Statistik unterscheidet noch in staatliche und kollektive Betriebe. Wobei der Hauptunterschied darin liegt, dass die kollektiv geführten Betriebe eine administrative Stufe unter den Staatsbetrieben stehen.

Tabelle 2:


 
Quelle
: Zhang, Houyi 1997: Private Entrepreneurs in 1996. In: Sozial-Blaubuch, Analysen und Aussichten der chinesischen sozialen Lage für 1996- 1997. Hrsg. Jiang Liu, Lo Xue Yi und Dan Tien Lun, Chinesische Sozialwissenschaften, Beijing.[21]

Tabelle 3: 

Quelle: Zhang, Houyi 1998: Private Entrepreneurs in 1996. In: Sozial-Blaubuch, Analysen und Aussichten der chinesischen sozialen Lage für 1998. Hrsg.Ru Xin, Lo Xue Yi und Dan Tien Lun, Chinesische Sozialwissenschaften, Beijing.[22]

Im chinesischen Privatsektor werden die Unternehmen noch in Individualunternehmen und Privatunternehmen unterschieden. Individualunternehmen weisen eine Beschäftigtenzahl mit maximal 7 Personen auf. Privatunternehmen sind demnach Betriebe mit mehr als 7 Beschäftigten.[23] Hierzu ebenfalls einige Zahlen zur Veranschaulichung der wachsenden Bedeutung des Privatsektors in der chinesischen Wirtschaft.

Die wirtschaftliche Bedeutung des Privatsektors, ist in den Jahren nach dem Beginn der Wirtschaftsreformen enorm gewachsen. Bereits 1995 trug nach Berechnung der Weltbank die chinesische Privatwirtschaft mit 57% zum Bruttoinlandsprodukt bei.[24] In Anbetracht der Reformen und ihrem vehementen Einfluss auf das gesellschaftliche und soziale Leben Chinas, bleibt die Frage nicht aus, mit welchen Folgen die Beschäftigten damit konfrontiert werden.

2.3 Soziale Auswirkungen der chinesischen Reformpolitik

Wenn man sich nochmals den bereits angesprochenen Aspekt der erhöhten Produktionsanreize der bäuerlichen Haushalte vor Augen führt, die mit der Dekollektivierung der Landwirtschaft  zusammenhängt, ist dies zunächst aus Sicht der ökonomischen Folgen positiv zu betrachten. Die Haushalte produzieren nun auch für den Eigenbedarf, und können demnach einen Anteil der Ernte auf freien Märkten verkaufen. Doch durch den gestiegenen  Produktionsanreiz entwickelt sich zunehmend ein Überschuss an Arbeitern heraus, die in städtische Gebiete drängen.[25] Der Grossteil von ihnen ist im Bauwesen tätig, Untersuchungen zufolge machen sie fast die Hälfte aller städtischen Wanderarbeiter aus. Ein Drittel ist in der Industrie und fast ein Fünftel im Handel beschäftigt.[26] Auch wenn es Meinungen gibt, die anführen, dass durch die Wanderarbeiter der Austausch moderner städtischer Kultur in die Dörfer getragen werden, oder der Druck städtischer Arbeitsmärkte entlastet wird. Letztlich ist aber die Entwicklung der Wanderarbeiter in den Städten äusserst problematisch zu sehen.
 

Durch die Zulassung von Migration seit Mitte der achtziger Jahre, bot sich den Menschen die Möglichkeit der geographischen Mobilität an. Das eigentliche Motiv der Partei war es, die Landwirtschaft mit ihrem Überschuss an Arbeitern zu entlasten. Die Wanderbewegungen erstreckten sich zum grössten Teil von den westlichen Provinzen in die östlich gelegenen Küstengebiete. Die vor allem durch die Wirtschaftssonderzonen und ihren enormen Wachstumsraten attraktiv wirkten. Eine besonders hohe wirtschaftliche Wachstumsrate wurde im Jahr 1992 erreicht, sie betrug 14,2 %. Und auch im Jahr 2000 verzeichnet die Wachstumsrate einen Schnitt von 8 %.
[27]

Betrachtet man nun die Arbeitsbedingungen der Wanderarbeiter, so sind diese im Vergleich zu den ansässigen Städtern enorm benachteiligt. Dies drückt sich ganz stark in unterschiedlichen Lohnhöhen aus. So erhalten bspw. Wanderarbeiter in Beijing einen 27 % niedrigeren Lohn als die lokalen Arbeiter. In der Wirtschaftssonderzone Zhuhai beträgt dieser Unterschied sogar 51 %.[28] Neben den ungleichen Gehältern, müssen die Migranten ebenfalls mit einem hohen Arbeitsaufwand rechnen, denn die wöchentlichen Arbeitsstunden betragen zum Beispiel in Beijing 61 Stunden.[29]
 

Obwohl die Wanderarbeiter länger arbeiten, geringeren Lohn erhalten, schlechte Wohnbedingungen haben und ebenfalls keine soziale Sicherung aufweisen können, sehen sie selbst ihre Lebensbedingungen nicht als besonders negativ an. Laut einer Befragung durchgeführt in Beijing, Zhuhai und Wuxi Ende 1998.
[30] Der Grund hierin, liegt vermutlich in der Art der Vergleiche, die von den Migranten gezogen werden. So vergleichen sie sich nicht mit den Städtern, sondern vielmehr mit den Lebensbedingungen an ihren Heimatorten.

In Anbetracht der Tendenz der Wanderarbeiter, in den Städten dauerhaft ansässig zu werden, wird die Frage nach einem sozialen Absicherungssystem zunehmend akuter. Denn der Anteil der Zugewanderten ist in manchen Städten enorm, sie beträgt zum Beispiel in Zhuhai 50 % der gesamten Bevölkerung.[31] Solche Zahlen zeigen nicht nur die Massen der Wanderbewegung, sondern deuten auch auf die allgemeine, aktuelle Entwicklung hin zu „Migrantenstädte“. Neben Zhuhai[32], wäre ebenfalls die Sonderwirtschaftszone Shenzhen zu nennen, die durch ihre unmittelbare Nähe zur Wirtschaftsmetropole Hong Kong profitiert. Und auch in Shenzhen leben enorm viele Zuwanderer. Auch die Stadt Suzhou nahe Shanghai wäre ein weiteres Beispiel für die Theorie das Städte, die in nächster Nähe von grossen Handels- und Wirtschaftszentren, sich ebenfalls zunehmend stark wirtschaftlich entwickeln.

Durch die Abwanderung meist junger Menschen zwischen 20- 30 Jahren, aus den ländlichen Provinzen in die städtischen Küstengebiete, wird ein weiteres gesellschaftliches Phänomen deutlich. Ein starkes wirtschaftliches Ost- West Gefälle belastet noch verstärkend die bereits armen östlichen Provinzen Chinas. So beträgt zum Beispiel der Einkommensunterschied zwischen der reichsten und der ärmsten Stadt im Jahr 1998: 480 %, oder in Bezug auf die Bauern, so liegen die Bauern aus den reichsten Provinzen mit 440 % über den Lohn der ärmsten Bauern.[33] Nun müssen diese extremen Zahlen aber auch in der Relation gesehen werden, dass die Lebenshaltungskosten in den Gebieten mit sehr geringen Einnahmen auch ebenfalls recht niedrig sind. Doch bleibt die Tatsache bestehen, dass eine regionale Ungleichheit in hohen Massen besteht und das der privatwirtschaftliche Arbeitsmarkt soziale Absicherungssysteme benötigt, um die Beschäftigten vor allem vor Ausbeutung, Krankheit und Entlassung zu schützen.

3. China

3.1 Gesundheitswesen

Das chinesische Gesundheitssystem unterscheidet sich stark in der Anzahl und Qualität der medizinischen Einrichtungen. So ist der Unterschied zwischen Stadt und Land besonders gross. Die medizinische Versorgung in den ländlichen Provinzen ist gekennzeichnet von mangelnden Personal und schlechter Ausstattung.[34] Organisiert wird das ländliche Gesundheitswesen in drei Ebenen, und zwar auf der Dorf- Gemeinde- und Kreisebene. Staatliche Finanzierung findet nur auf der Kreisebene statt. Die medizinischen  Einrichtungen auf Gemeinde- und Kreisebene werden kollektiv oder privat verwaltet.[35] Die Basis der ländlichen Gesundheitsversorgung bilden die Medizinischen Stationen. Sie sichern eine medizinische Grundversorgung in Prophylaxe (Impfungen, Hygiene) und Aufklärung ab. Die Untersuchung in den Praxen ist zwar kostenfrei, doch muss für die Medikamentenkosten der Patient selber aufkommen.

Die Tatsache, dass der Patient die Kosten der Behandlung selbst trägt, ist nicht nur ein Merkmal des ländlichen Gesundheitssystems, auch im städtischen Bereich ist dies üblich. Besonders hart sind meistens die Beschäftigten von Privatunternehmen und Individualunternehmen betroffen, ebenso gehören die Wanderarbeiter zu der Kategorie medizinisch nicht abgesicherter Menschen.[36] Im Falle einer schweren, langwierigen Krankheit bedeutet dies für den Beschäftigten eines Privatunternehmens eine enorme soziale Härte. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass die Firma nicht für die Kosten einer längeren Behandlung aufkommt, es aber ebensowenig eine betriebliche Krankenversicherung gibt, welches die Behandlungskosten übernehmen würde. Das Problem bezieht sich insbesondere auf langwierige Krankheiten mit einer Dauer länger als 3 Monaten. Erkrankt ein Mitarbeiter, so sieht das Arbeitsvertragssystem vom 12.07.1986 vor, dass die Firma für die Behandlungskosten innerhalb von 3 Monaten aufkommt. Über den Zeitraum hinaus droht dem Beschäftigten nicht nur die Aussetzung der Behandlungskosten, ebenso auch eine Kündigung.[37] Im Gegensatz dazu gibt es für die Mitarbeiter staatlicher Firmen, nicht nur betriebseigene Krankenstationen, sondern die medizinische Versorgung ist für die Beschäftigten in öffentlichen Einrichtungen, und Staatsbedienstete der Verwaltung, im Rahmen eines Krankenversicherungssystems kostenfrei. Diese Personengruppe umfasst laut der Statistik für 1989: 26,5 Millionen Menschen. Die Mitarbeiter in staatlichen Produktionsbetriebe und kollektiveigenen Betriebe erhalten innerhalb der Arbeitsversicherung medizinische Versorgung.[38]
 
Die zuvor erwähnten betriebseigenen  medizinischen Stationen in grossen Unternehmen, sind ebenfalls auch nur für Mitarbeiter bestimmt. Wobei aber die öffentlichen medizinischen Einrichtungen oftmals überlastet sind, so bleiben die meisten Betten der betriebseigenen Krankenhäuser leer.
[39] Die ungleiche Auslastung ist nicht das einzige Merkmal zwischen öffentlichen medizinischen Einrichtungen und solchen in grossen Betrieben. Vor allem ist auch in der Qualität der Versorgung ein deutlicher Unterschied vorhanden.
  
Trotz qualitativer Unterschiede, sind die Kosten einer Behandlung in öffentlichen Krankenhäusern enorm. Zum Beispiel kostet ein Krankentransport, einige Tabletten und drei Flaschen Infusion zusammengerechnet ca. 300Yuan.
[40] Die hohen Beträge werden unter anderem durch die teuren Medikamente verursacht. Ein weiterer wichtiger Grund, ist die finanzielle Eigenverantwortlichkeit vieler öffentlicher medizinischer Einrichtungen. Im Zuge der Wirtschaftsreformen wurde ein System eingeführt, welches die Entscheidungskompetenzen und die Selbstfinanzierung der Krankenhäuser steigern sollte. Denn der Staat leistet demzufolge, nur noch einen geringen Teil an finanzieller Unterstützung. Der Anteil beläuft sich auf ca. 10-20 % der Einnahmen, den Rest müssen die Einrichtungen selbst erwirtschaften.

Bedenkt man nun die Tatsache, dass der chinesische Arbeitsmarkt zunehmend mehr Beschäftigte in privatwirtschaftlichen Unternehmen einstellt, so wird die Forderung nach einem allgemeinen Krankenversicherungssystem immer bedeutender. Denn momentan ist das Gesundheitssystem noch stark beschäftigungsbezogen und mit enorm hohen Kosten  für die Patienten verbunden. 

3.2 Altersfürsorge

Die konfuzianische Ethik und einer ihrer zentralen und wichtigsten Lehren, ist der Respekt und die Ehrfurcht vor den Eltern. Im Begriff der „Pietät“ findet sie ihren besonderen Ausdruck. Zwar sind durch die Wirtschaftsreformen, der zunehmend industrialisierten Umwelt und der soziale Wandel, Einflüsse vorhanden, die sich vor allem auch auf die familiären Beziehungen negativ auswirken können. Doch auffallend oft, werden insbesondere in konfuzianisch geprägten Ländern ältere Menschen von ihren Kindern versorgt. Am Beispiel Chinas ist ebenfalls solch ein Muster erkennbar.

Als einen „Generationenvertrag“ kann diese Form der Alterssicherung verstanden werden. Die Anforderungen auf beiden Seiten sind relativ hoch. Die Eltern sind in ihrer Pflicht verantwortlich für die Finanzierung der Bildung, Hochzeit oder geschäftlichen Unternehmungen ihrer Kinder. Die Kinder wiederum haben ihrer Pflicht, in der Fürsorge der Eltern im Alter und den Anspruch eines guten Ansehens nachzukommen.[41] Diese Fürsorgepflicht im Alter hat die Merkmale einer Norm. Denn eine Nicht- Erfüllung dieser grundlegenden Pflicht bedeutet Sanktion. Die Sanktion drückt sich insbesondere durch ein schlechtes Ansehen im Bekanntenkreis aus, sie kommt einem „Gesichtsverlust“ gleich, welches zu wahren eines der Hauptmotive in der sozialen Interaktion asiatischer Kultur ist.   Ebenso bedeutet eine Verletzung seiner Fürsorgepflicht nicht nur eine Respektlosigkeit und Verneinung, den Eltern gegenüber, sondern vielmehr auch ein Leugnen eines der elementarsten Überzeugungen konfuzianischer Ethik.

Alterssicherung durch die Kinder ist eine Norm familiärer Beziehungen, die auch Gegenstand einiger Untersuchungen in China geworden sind.

Zum Beispiel leben nach statistischen Angaben ¾ der älteren Menschen in Beijing und Shanghai mit ihren Kindern zusammen.[42] Eine weitere Untersuchung in Shanghai befragte diejenigen, die nicht mit ihren Eltern zusammen lebten, wie oft sie ihre Eltern besuchen würden. Die Untersuchung ergab, dass 46% der 500 Befragten angaben, der Besuch sei 2 bis 3 Tage her. 22% antworteten, es sei 1 Woche her. Und 14% besuchten ihre Eltern vor ca. 2 Wochen.[43] Die Familie als soziales Sicherungssystem hat im konfuzianisch geprägten Kulturraum einen hohen Stellenwert. So ist das Beispiel der Altersfürsorge besonders in diesem Zusammenhang zu sehen. In Bezug auf die vorangestellte Leitfrage, inwiefern die konfuzianische Lehre auf ein sozialpolitisches Verständnis wirkt, so ist im Hinblick auf die Alterssicherung in China die Antwort, dass vor allem hier die konfuzianische Ethik als Grundverständnis auf das Handeln der Menschen Einfluss hat. 

4. Hongkong 

4.1 Hongkongs Wirtschaft

Die Wirtschaft funktioniert am besten, wenn sie sich selbst reguliert, Angebot und Nachfrage sollen den Markt bestimmen. In einer solchen Marktwirtschaft, sollte der Staat sowenig wie möglich in die selbstregulierenden Marktmechanismen eingreifen. Adam Smith, einer der Gründerväter einer liberalistischen Wirtschaftstheorie, vertrat diese Ansicht einer „laissez faire“ Politik der Regierung gegenüber der Wirtschaft. Hongkongs freie Marktwirtschaft gründet ebenfalls auf einer liberalen Wirtschaftsauffassung, in dem der Staat nur günstige Rahmenbedingungen für die marktwirtschaftlichen Vorgänge schaffen soll.[44]        Hongkong war infolge der „Ungleichen Verträge“ vom 29. August 1842 in Nanking, offiziell für den Aussenhandel offen. So proklamierten die Briten bereits 1841 den Hongkonger Hafen zum Freihafen.[45] In der eigentlichen Absicht möglichst ertragreich Opium aus dem britischen Indien nach China exportieren zu können. Somit entwickelte sich Hongkong von Anfang an, durch den Freihafen zu einer „laissez faire“ Wirtschaft.[46]

Um ausländisches Kapital anzulocken, sah die Regierung ihre Aufgaben vor allem in einer „positive non-interventionism“ Politik an. Restriktionen über Steuer- und Gesellschaftsrecht sind kaum vorhanden. Daher ist die kostengünstige Gründung von Firmen relativ einfach.[47] Und auch ausländische Firmen führen die wirtschaftlichen Hauptanziehungspunkte vor 1997, unter anderem auf die Regierungspolitik zu Gunsten des freien Handels und Unternehmertums zurück. Ebenso spielen gute internationale Kommunikationsmöglichkeiten, niedrige Einkommens- und Körperschaftssteuer, freier Geldmarkt und ein gut verwalteter Freihafen, eine wesentliche Rolle für ausländische Firmen die wirtschaftliche Attraktivität Hongkongs zu nutzen.[48]
 

Die Wirtschaftspolitik Hongkongs lässt sich an folgenden wesentlichen Grundsätzen festmachen. Zum einen, niedrige Steuern und Haushaltsüberschuss, freier Handel und freier Geld- und Kapitalfluss, ebenso ein zu 100% gestütztes monetäres System.
[49] Besondere Merkmale dieser Grundsätze, die auch für die Sozialpolitik von bedeutender Relevanz ist, sind die niedrigen Einkommenssteuern, und vor allem die Tatsache, dass es keinen gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn gibt, noch eine Begrenzung der Wochenarbeitszeit für Männer.[50] Hongkongs liberale Wirtschaftsverfassung ermöglichte nicht nur einen grossen wirtschaftlichen Erfolg, vielmehr brachte sie der Region den Aufstieg zu einen der grössten Industrie- und Handelsstädte Asiens ein.[51]
 
Doch wie entwickelt sich unter solchen Wirtschaftsbedingungen die Sozialpolitik? Und mit welchem sozialen Alltag sieht sich die Bevölkerung konfrontiert? Zum Verhältnis von Wirtschafts- und Sozialpolitik in Hongkong, bzw. der Situation sozialer Sicherheit in Hongkong, wird im folgendem Kapitel besprochen.

4.2 Hongkongs Sozialpolitik

Das Prinzip einer „positive non-interventionism“ Politik der Regierung, zur Förderung eines marktfreundlichen Standortes, wird ebenfalls in der Sozialpolitik verfolgt. Die Schaffung gleicher Wettbewerbsbedingungen ist das Hauptziel der Regierung. So formuliert ein ehemaliger singapurianischer Minister diese Auffassung einer Formel des „minimum intervention, maximum support“ [52] wie folgt: „We want to teach the people that the government is not a rich uncle. You get what you pay for (...) We want to reduce welfare to the minimum, restrict it (...) to those who are handicapped or old. To the others , we offer equal opportunities“[53]

Die Realität vieler Beschäftigter in Hongkong sieht in Folge dieses Prinzips äusserst negativ aus. So ist es sinnvoll, sich zunächst die verschiedenen Einkommensgruppen anzusehen, um im nächsten Schritt genauer zu betrachten, welche Gruppen besonders benachteiligt sind.

Tabelle 4: Median Monthly Income of Different Occupational Groups in Hong Kong (1993-1999)

Source: Hong Kong Social Security Society (2000a). Poverty Watch. No. 10.[55]

Betrachtet man die Tabelle, so fällt besonders für die Einkommensgruppe der unausgebildeten Arbeiter auf, dass sie mit zunehmend niedrigeren Löhnen konfrontiert sind. So ist die Ursache nach marktwirtschaftlichen Prinzipien betrachtet, die Entwertung dieser Arbeit, durch ein Überangebot zu erklären. Und tatsächlich sind unter den nicht- ausgebildeten Arbeitern ein Grossteil von ihnen aus China. Die Gruppe der Neuankünfte aus China ist besonders mit finanziellen Problemen belastet. So ist laut einer Untersuchung des „Home Affairs Department“ aus dem Jahr 2000 das monatliche Haushaltseinkommen dieser Gruppe weit unter dem allgemeinen Durchschnitt.

Tabelle 5: Working Poor in Hong Kong (1993-2000)

Source: Census and Statistics Department (from 1993  to 2000). Quartely Report on General Household Survey (July to September from 1993 to 2000).[56]

Die Statistik errechnete eine Zahl für das dritte Quartal 2000, mit einem Haushaltseinkommen von 6,600HK$. Das durchschnittliche Familieneinkommen liegt bei 17,600HK$.[57]

Weshalb ist die Gruppe der Neuankünfte aus China besonders mit sozialen Schwierigkeiten konfrontiert? Das Problem begründet sich vor allem darin, das der wesentliche Teil von ihnen in minder bezahlten Arbeiten tätig ist. Laut Daten vom „Census and Statistics Department Hong Kong“  sind 33.9% als Hilfsarbeiter tätig, ein weiteres Drittel ist als Servicekraft, oder Verkaufskraft im Einzelhandel beschäftigt. Diese Verdienstgruppe macht einen Anteil von 30.7% aus. Nur 9% von ihnen sind Manager, oder haben eine leitende Funktion inne, im Verhältnis dazu haben 29.8% aller Beschäftigten in Hongkong solch eine Position.[58] So ist die Gruppe der Einwanderer aus China in einkommensschwachen Jobs überrepräsentiert. Doch scheint Armut nicht nur ein Problem der chinesischen Neuankünfte zu sein. Denn die Zahlen der Beschäftigten unter dem 50- Prozentigem durchschnittlichen Einkommensniveau von 10000HK$, also Arbeiter die weniger als die Hälfte der Durchschnittseinkommen verdienen, nimmt in den letzten Jahren deutlich zu.[59]

Obwohl die Regierung ihren Aufgabenbereich in der sozialen Sicherung der Bevölkerung sehr eingrenzt, so ist in der neueren Entwicklung ein Wandel zu einer aktiveren Rolle zu erkennen. Hongkongs soziales Engagement der Regierung, beschränkte sich seit langem auf finanzielle Hilfen für sozial besonders schwache Bevölkerungsmitglieder. So gibt es zum Einen die „Comprehensive Social Security Assistance Scheme“ (CSSA) zum Anderen die„Social Security Allowance Scheme“ (SSA). Die SSA bietet vorrangig älteren Menschen über 65 Jahren, die seit länger als 5 Jahren in Hongkong leben, und der Gruppe der behinderten Menschen finanzielle Unterstützung an. Sie ist lediglich eine Zuzahlung für besonders einkommensschwache Bevölkerungsmitglieder.[60] Und auch die CSSA hat den Grossteil ihrer Fälle unter den älteren Menschen über 60. Diese beiden Programme staatlich, sozialer Hilfen, haben nicht den Anspruch eines Sozialversicherungssytems, sondern sind vielmehr lediglich finanzielle Hilfen, für die sozial Bedürftigsten.[61]

In Anbetracht der Entwicklungen der letzten Jahre und der Zunahme der Anforderungen an ein soziales Sicherungsnetz, insbesondere für das Alter, veranlasste dies die Regierung Hongkongs, zum ersten Mal in ihrer Sozialgeschichte den Aufbau einer allgemeinen staatlichen Altersversorgung zu bewilligen. Im Dezember 2000 wurde die „Mandatory Provident Fund“ (MPF) gegründet.[62] Sie ist obligatorisch für alle Beschäftigten zwischen 18- 65 Jahren. Der Einzahlungssatz beläuft sich auf 10% vom monatlichen Einkommen, wobei Arbeitnehmer und Arbeitgeber davon jeweils 5% zahlen müssen. Interessant hierbei ist, das die Verwaltung des Geldes nicht in staatlichen Händen ist, sondern die Entscheidung über welchen privaten Vermögensverwalter der Beschäftigte sein monatlich eingezahltes Geld anlegt, obliegt ihm selbst. Der Vermögensverwalter muss nur über die „Mandatory Provident Fund Schemes Authority“ (MPFA) registriert sein, um als Kandidat in Frage zu kommen.[63] Die MPF kann als staatlich auferlegtes Zwangssparen verstanden werden, in dem aber die Finanzen von privaten Anbietern verwaltet werden. So bleibt das eingezahlte Geld im marktwirtschaftlichen Kreislauf vorhanden. Und auch hier nimmt der Staat nur eine begrenzte Funktion ein. Letztlich verbleibt das Kapital im privaten Finanzverkehr, und der Staat hat nur eine beobachtende, statt einer teilnehmenden Rolle inne.[64]

Neben der CSSA, der SSA und der MPF, wäre noch die Gruppe der NGO`s (non- governmental organisations) auf dem privaten Sektor der sozialen Sicherung zu nennen. Die NGO´s sind privat, verwaltete Wohlfahrtsorganisationen, die sich zum grössten Teil über Spenden finanzieren.[65] Sie unterstützen insbesondere junge Menschen und die älteren Bevölkerungsmitglieder. Die NGO`s arbeiten seit dem Beschluss mit der Regierung im „White Paper on Social Welfare“ (HKGOV, 1973) im Jahr 1973 eng mit ihr zusammen. So setzt sich auch ein wesentlicher Teil der finanziellen Mitteln aus staatlichen Geldern zusammen.[66] NGO`s leisten einen der wichtigsten Anteile an der sozialen Hilfe von Bedürftigen.

Die zunehmende Bedeutung der NGO`s, oder der „Mandatory Provident Fund“  sind wesentliche Merkmale einer Entwicklung hin zu einer Gesellschaft, in der die Wohlfahrt nicht nur von dem Arbeitswillen jedes Einzelnen abhängig ist. Sondern vielleicht vielmehr der Schritt gewagt werden sollte, zu einer Gesellschaft hin, in der soziales Engagement und die Freiheiten der liberalen Marktwirtschaft sich einander nicht ausschliessen.

5. Schlussbemerkung

Die Wirtschaftsreformen  Chinas waren ein Initiator des wirtschaftlichen Erfolges in den darauf folgenden Jahren. Sie brachte für viele Menschen höhere Einkommen und einen anspruchsvolleren Lebensstandard. Der Modernisierungsprozess war von einer enormen Rasanz gekennzeichnet, der nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht, Neuerungen brachte. Ebenso nahm sie grossen Einfluss auf gesellschaftliche Phänomene, so ist ein sozialer Wandel insbesondere in Hinsicht auf die Familienstruktur und dem gesellschaftlichen Aufbau, kennzeichnend für die Entwicklung Chinas in den letzten Jahren. So entsteht zunehmend ein neuer Mittelstand, mit gehobenen Lebensstandards. Und die Familien erfahren, durch die Möglichkeiten der Mobilität, ebenfalls ein räumliches Auseinander, das in diesem Ausmass selten zuvor vorhanden war.

Doch trotz aller gesellschaftlich, wirtschaftlichen Veränderungen, scheinen die traditionell, kulturellen Werte in der konfuzianischen Lehre bei weitem nicht einem solchen rasanten Wandel unterzogen zu sein. Vielmehr ist ihre Bedeutung noch immer wesentlich für das „cultural china“, wie die chinesisch geprägte Welt auch bezeichnet wird.[67] Denn der Konfuzianismus ist durch seine Ethik geradezu förderlich für den wirtschaftlichen Erfolg gewesen. Nicht nur die hohe Wertschätzung von Bildung ist hierfür ausschlaggebend, sondern viel wesentlicher ist die allgemein gültige Vorstellung, vom selbst geschaffenen Wohlstand, durch Fleiss und enorme Disziplin Aufwendung. Im konfuzianisch geprägten Kulturraum ist die Selbsthilfe, und nicht auf die Unterstützung durch Fremde angewiesen zu sein, eine der wesentlichen Merkmale der Mentalität. Sie stellt vielmehr eine Tugend da, nicht auf fremde Hilfe angewiesen zu sein, sondern die Arbeit selbst in die Hand zu nehmen, und seinen Beitrag zum Funktionieren der Gesellschaft zu leisten.

Ähnlich verhält es sich in der Vorstellung, in Bezug auf die Wohlfahrt eines Staates. Denn nicht nur die „Selbsthilfementalität“ ist hier zu nennen, auch der Gedanke der Prävention ist wesentlich, in einer sozialpolitischen Auffassung zu erwähnen. Was ist mit Prävention im Zusammenhang mit dem konfuzianisch geprägten Kulturraum gemeint? Sie ist in  fast allen Lebensbereichen enthalten, die Abwendung von bspw. Arbeitslosigkeit, durch einen hohen Bildungsaufwand, oder die Vorbeugung von Krankheiten, statt Versorgung in einer akuten Situation, der hohe insbesondere finanzielle Aufwand in der Versorgung und Bildung der Kinder, um dem Wohlstand derer und der Eltern im Alter willen. Daher liegt der Anspruch der sozialen Sicherung  zum grössten Teil an einem selbst, oder innerhalb der Familie, und weniger an den Staat als Träger sozialer Wohlfahrt.

Doch die Entwicklung der Wohlfahrt in einem Staat, kann nicht nur im Zusammenhang kultureller Werte erklärt werden, sondern hier sollten ebenso auch politisch- ökonomische Bedingungen als Argumente herangezogen werden.[68] So sollten die zwei theoretischen Lager in der politischen Soziologie, auf der einen Seite die „Strukturalisten“ , die den Wohlfahrtsstaat aus einer politisch- ökonomischen Sicht verstehen, und die „Kulturalisten“ die gemeinsame kulturelle, sozialisierte Werte und Traditionen verantwortlich für die sozialpolitische Entwicklung in einem Staat machen[69], sich vielmehr auf einer intertheoretischen Basis verständigen. Denn die Sozialpolitik eines Landes, kann nicht nur aus einer kultursoziologischen Perspektive, oder nur aus einer politisch- ökonomischen Sicht betrachtet werden. So hat das Beispiel der Regionen China und Hongkongs gezeigt, das beide Erklärungsansätze nötig sind, um Sozialpolitik zu verstehen.

6. Literaturverzeichnis

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[1] Liaw, Jing- Yum: Persönlichkeitserziehung im Konfuzianismus im Vergleich mit der christlichen Kultur. Köln 1992. Hier: S. 43

[2] ebd.: S. 49

[3] ebd.: S. 47

[4] ebd.: S. 70

[5] ebd.: S. 70

[6] Liaw, Jing- Yum: Persönlichkeitserziehung im Konfuzianismus im Vergleich mit der christlichen Kultur. Köln 1992. Hier: S. 94

[7] Jürgens, Andrea: Soziale Sicherung in der V.R. China seit Beginn der Reformpolitik. Hamburg 1992. Hier: S. 22

[8] Krieg, Renate, Schädler, Monika: Soziale Sicherheit im China der neunziger Jahre. Hamburg 1995. Hier: S. 47

[9] ebd.: S. 47

[10] Jürgens, Andrea: Soziale Sicherung in der V.R. China seit Beginn der Reformpolitik. Hamburg 1992. Hier: S. 24

[11] Krieg, Renate, Schädler, Monika: Soziale Sicherheit im China der neunziger Jahre. Hamburg 1995. Hier: S. 51

[12] Jürgens, Andrea: Soziale Sicherung in der V.R. China seit Beginn der Reformpolitik. Hamburg 1992. Hier: S. 20

[13] ebd.: S. 25

[14] Krieg, Renate, Schädler, Monika: Soziale Sicherheit im China der neunziger Jahre. Hamburg 1995. Hier: S. 51

[15] Jürgens, Andrea: Soziale Sicherung in der V.R. China seit Beginn der Reformpolitik. Hamburg 1992. Hier: S. 29

[16] ebd.: S. 35, S. 37

[17] ebd.: S. 35

[18] In: Chen, Hsiao-hung Nancy: Paradigm Shifts in Social Welfare Policy Making in China: Struggling between Economic Efficiency and Social Equity. In: Jones- Finer, Catherine (edt.): Social Policy Reform In China.   Burlington (G.B.) 2003. Hier: S. 62

[19] Hu, Xiulan: Sozialistische Marktwirtschaft in der V.R. China. Oldenburg 2000. Hier: S. 68

[20] eigene Anmerkung, gültig für Tabelle 2 und 3. Devisenkurs für 1997 ca. 1 DM » 4 Yuan.

[21] In: Hu, Xiulan: Sozialistische Marktwirtschaft in der V.R. China. Oldenburg 2000. Hier: S. 68

[22] ebd.: S.68

[23] Hu, Xiulan: Sozialistische Marktwirtschaft in der V.R. China. Oldenburg 2000. Hier: S. 67

[24] Hu, Xiulan: Sozialistische Marktwirtschaft in der V.R. China. Oldenburg 2000. Hier: S. 69

[25] Jürgens, Andrea: Soziale Sicherung in der V.R. China seit Beginn der Reformpolitik. Hamburg 1992. Hier: S. 28

[26] Krieg, Renate, Schädler, Monika: Soziale Sicherheit im China der neunziger Jahre. Hamburg 1995. Hier: S. 54

[27] Chen, Hsiao-hung Nancy: Paradigm Shifts in Social Welfare Policy Making in China: Struggling between  Economic Efficiency and Social Equity. In: Jones- Finer, Catherine (edt.): Social Policy Reform In China.   Burlington (G.B.) 2003. Hier: S. 63

[28] Wang, Fenyu, Zhao, Yandong: Labour Market Construction and Labour Mobility in Urban China. In: Jones- Finer, Catherine (edt.): Social Policy Reform In China. Burlington (G.B.) 2003. Hier: S. 105

[29] ebd.: S. 105

[30] ebd.: S. 105

[31] ebd.: S. 104

[32] geographischer Hinweis: Zhuhai liegt in nächster Nähe zur portugiesischen Kolonie Macao an der Südküste Chinas.

[33] Guan, Xinping: Policies Geared to Tackling Social Inequality and Poverty in China. In: Jones- Finer,   Catherine (edt.): Social Policy Reform In China. Burlington (G.B.) 2003. Hier: S. 72

[34] Jürgens, Andrea: Soziale Sicherung in der V.R. China seit Beginn der Reformpolitik. Hamburg 1992. Hier: S. 89

[35] ebd.: S. 88

[36] Krieg, Renate, Schädler, Monika: Soziale Sicherheit im China der neunziger Jahre. Hamburg 1995. Hier: S.    122

[37] Krieg, Renate, Schädler, Monika: Soziale Sicherheit im China der neunziger Jahre. Hamburg 1995. Hier: S.    120

[38] ebd.: S. 120, 121

[39] Jürgens, Andrea: Soziale Sicherung in der V.R. China seit Beginn der Reformpolitik. Hamburg 1992. Hier: S. 100

[40] Erfahrungswert. Stand: September 2003

[41] Lin, Ka: Confucian Welfare Cluster. A Cultural Interpretation of  Social Welfare. Tampere 1999. Hier: S. 139

[42] Lin, Ka: Confucian Welfare Cluster. A Cultural Interpretation of  Social Welfare. Tampere 1999. Hier: S. 139

[43] ebd.: S. 139

[44] Jesch, Thomas: Die Wirtschaftsverfassung der Sonderverwaltungsregion Hongkong. Frankfurt a. M. 2001. Hier: S. 59, 60

[45] ebd.: S. 39

[46] ebd.: S. 39

[47] Jesch, Thomas: Die Wirtschaftsverfassung der Sonderverwaltungsregion Hongkong. Frankfurt a. M. 2001. Hier: S. 60, 61

[48] ebd.: S. 61, laut einer Umfrage zit. nach: Dietrich, Hans J.: China und Hongkong nach 1997: „Ein Land – zwei Systeme“, in: EA, 42. Jg. (1987), S. 463 ff.

[49] ebd.: S. 63- 65

[50] ebd.: S. 62

[51] ebd.: S. 60

[52] Jesch, Thomas: Die Wirtschaftsverfassung der Sonderverwaltungsregion Hongkong. Frankfurt a. M. 2001. Hier: S. 68

[53] Schmidt, Volker H.: Erfolgsbedingungen des konfuzianischen Wohlfahrtskapitalismus. Kultursoziologische und modernisierungstheoretische Überlegungen. In: Beyer, Jürgen, Stykow, Petra (Hrsg.): Die ungewisse Aussichtslosigkeit rationaler Politik. (Festschrift zu Ehren Helmut Wiesenthals) Sammelband, Westdeutscher Verlag. Hier: S. 8

[54] eigene Anmerkung: aktueller Devisenkurs: Januar 2004, 1€ » 9,8HK$

[55] In: Kcon-wah, Tsoi: Poverty Eradication and Social Security in Hong Kong. In: Shek, T.L. Daniel, Chow, Lam Mong, Fai, Au Chor, Lee, J.J. (edt.): Advances In Social Welfare In Hong Kong. Hong Kong 2002. Hier: S. 119

[56] In:Kcon-wah, Tsoi: Poverty Eradication and Social Security in Hong Kong. In: Shek, T.L. Daniel, Chow, Lam Mong, Fai, Au Chor, Lee, J.J. (edt.): Advances In Social Welfare In Hong Kong. Hong Kong 2002. Hier: S. 120

[57] Kcon-wah, Tsoi: Poverty Eradication and Social Security in Hong Kong. In: Shek, T.L. Daniel, Chow, Lam Mong, Fai, Au Chor, Lee, J.J. (edt.): Advances In Social Welfare In Hong Kong. Hong Kong 2002. Hier: S. 114, 115

[58] ebd.: S. 115

[59] ebd.: S. 119, siehe Tabelle 5.

[60] ebd.: S. 122

[61] Aspalter, Christian: Worlds of Welfare Capitalism: Examing Eight Different Models. In: RCSSP Research Paper Series No. 6. Hong Kong 2002. Hier: S. 13

[62] Kcon-wah, Tsoi: Poverty Eradication and Social Security in Hong Kong. In: Shek, T.L. Daniel, Chow, Lam Mong, Fai, Au Chor, Lee, J.J. (edt.): Advances In Social Welfare In Hong Kong. Hong Kong 2002. Hier: S. 127

[63] ebd.: S. 128

[64] ebd.: S. 129

[65] Aspalter, Christian: Worlds of Welfare Capitalism: Examing Eight Different Models. In: RCSSP Research Paper Series No. 6. Hong Kong 2002. Hier: S. 14

[66] ebd.: S. 14

[67] Schmidt, Volker H.: Erfolgsbedingungen des konfuzianischen Wohlfahrtskapitalismus. Kultursoziologische und modernisierungstheoretische Überlegungen. In: Beyer, Jürgen, Stykow, Petra (Hrsg.): Die ungewisse Aussichtslosigkeit rationaler Politik. (Festschrift zu Ehren Helmut Wiesenthals) Sammelband, Westdeutscher Verlag. Hier: S. 11

[68] Opielka, Michael: Religiöse Werte im Wohlfahrtsstaat. Erscheint in: Allmendinger, Jutta (Hrsg.): Entstaatlichung und soziale Sicherheit. Verhandlungen des 31. Kongresses der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Leipzig 2002. Opladen 2003. Hier: S. 3

[69] ebd.: S. 3
 

7. Autor und Copyrighthinweis

Dieser Beitrag wurde von Frau Maggie Ni im Rahmen einer Hausarbeit an der Universität Bonn im Februar 2004 erstellt.

Maggie Ni

MAGGIE NI M.A., geboren am 15.12.1979, chinesische Eltern, deutsche Staatsbürgerschaft. Seit Kindesbeinen an in Deutschland. Bilingual aufgewachsen Deutsch/Chinesisch. Ist versucht, das "Beste" aus beiden Kulturen zu vereinen. Studium an der Rheinischen-Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Magistra Artium Abschluss in Germanistik, Soziologie und Kulturwissenschaft. Seit 2006 Arbeit an der Dissertation zum Thema "Deutsche Community in Shanghai". Hobbies, besondere Interessen: Literatur und Musik von A-Z, Kyudo (japanisches Bogenschießen), selber schreiben, alles was Freude bereitet und positiv stimmt.

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chinaweb.de, Dezember 2006