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Betrachtung
der neueren und aktuellen Entwicklung des bilateralen
Verhältnisses
zwischen China und Japan an ausgewählten Beispielen
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Themenübersicht
Inhaltsverzeichnis
1. Vorwort
2.
Das bilaterale Verhältnis zwischen
China und Japan – Doppelstrategien
2.1
Konflikt um Ressourcen – die Diaoyu-/
Senkaku-Inseln
2.2
Konflikt um Vergangenheit – die
Schulbuchdebatte
2.3
Die Massenausschreitungen im
Frühjahr 2005
3. Schlusswort
4. Literaturverzeichnis
5.
Autorin und
Copyrighthinweis
1. Vorwort
„Das chinesische Verhältnis zu Japan ist
schlecht wie nie“[1] –
schreibt Thomas E. Schmidt am 23. März 2006 in einem Artikel im
Feuilleton für ´DIE ZEIT`.
In meiner Hausarbeit möchte ich das
vorangegangene Referat vom 6. Februar 2006 vertiefen und auf die
Fragestellung eingehen, ob es um die aktuelle Beziehung zwischen der
Volksrepublik China und Japan wirklich so schlecht steht. Hierbei
ist mir besonders die öffentliche Meinung der Bevölkerung wichtig
und damit nicht nur die der Politiker.
Im Folgenden werde ich mich zunächst mit
dem bilateralen Verhältnis der letzten vierzig Jahre beschäftigen,
indem ich einen Abriss bedeutsamer Ereignisse der Vergangenheit
bringe. Anschließend werde ich mit Hilfe zweier ausgewählter
Beispiele auf die aktuelle Situation eingehen.
2. Das bilaterale Verhältnis zwischen China und Japan –
Doppelstrategien
Das Interesse der Volksrepublik China an
Japan geht nicht nur auf historische Erfahrungen expansiver und
militärischer Art zurück, sondern rührt auch aufgrund der hohen
technologischen, industriellen und wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit Japans.[2]
Beides die Folge eines erfolgreichen,
japanischen „Modernisierungsprozesses“[3],
welchen auch der Nachbar China für den Aufbau der eigenen
Infrastruktur nutzen möchte. Andererseits fühlen sich die Chinesen
gerade aufgrund dieses Fortschritts Japans enorm bedroht, da Japan
stets als Konkurrenz gefürchtet wird. So verfolgt die chinesische
Regierung also eine Art „Doppelstrategie“[4],
denn auf die finanzielle Hilfe durch Japan möchte man in Peking
unter keinen Umständen verzichten. Trotzdem sind die Chinesen seit
dem chinesisch – japanischen Krieg 1937-1945 extrem sensibel was
eine erneute Bedrohung durch Japan angeht.[5]
Um all das zu erreichen, was sich die
Volksrepublik in Hinblick auf die sino – japanischen Entwicklungen
erhofft, benötigt sie eine gute und funktionierende Beziehung.
Oftmals wurde Japan von China in der zweiten Hälfte des 20.
Jahrhunderts allerdings eher als Mittel zum Zweck benutzt. Denn mit
dem zunächst geheimgehaltenen Besuch Kissingers 1971 in Peking und
der sich daraus ergebenden Entspannung des sino – amerikanischen
Verhältnisses geriet Japan zunehmend unter Druck. Obwohl daraufhin
auch die Japaner von China die Aufnahme offizieller Gespräche
forderten, ließ Peking dies nicht zu, ohne vorher drei Bedingungen
zu stellen, welche sich alle um den „Status von Taiwan“[6]
drehten. Allein diese Reaktion der chinesischen Regierung auf die
Annäherung Japans, sollte China den nötigen Respekt verschaffen.[7]
Bis Ende der achtziger Jahre schwächte
die chinesische Regierung Japans Ansehen in Asien und vergrößerte
durch seine Politik auch den Abstand zwischen Japan und den USA.
Zudem konnte die Regierung in Beijing die veröffentlichte Meinung
der Japaner über China nicht nur kontrollieren, sondern auch
beeinflussen[8].
Auch eine Annäherung zwischen Tokio und
Moskau konnte von Seiten Beijings verhindert werden. Denn als die
Volksrepublik in den achtziger Jahren wieder Anschluss an Russland
suchte, schürte Deng XiaoPing, um sich in Sicherheit zu wägen,
Misstrauen im sowjetisch - japanischen Verhältnis, indem er
Irritation auf Moskauer Seite schuf. Dies gelang ihm dadurch, dass
er die Japaner ermunterte, die eigene Verteidigungskraft zu stärken.
Außerdem lobte er die japanisch – amerikanische Beziehung.[9]
Wirtschaftliche Hoffnungen brachten
Beijing jedoch immer wieder dazu, auf die Komplementarität beider
Länder hinzuweisen, und das nicht zuletzt, weil China vor allem an
Technologietransfer interessiert ist. Die Volksrepublik besitzt im
Gegensatz zu Japan genug Rohstoffe, Arbeitskräfte und einen großen
Markt. Japan dagegen hat die nötigen Technologien und das Kapital,
jedoch einen ansteigenden Mangel an Arbeitskräften zu verzeichnen.[10]
Aber nicht nur Beijing, sondern auch
Tokio befindet sich in einem Dilemma. Einerseits verhindert die
japanische Regierung durch die finanzielle Hilfe erneute Aufstände
und Unruhen in der chinesischen Bevölkerung und trägt somit zu einer
gewissen wirtschaftlichen Stabilität bei. Denn wäre die Lage auf dem
chinesischen Festland instabil, hätte das auch für Japan
ernstzunehmende Konsequenzen. Abgesehen von möglicherweise
verheerenden Auswirkungen auf die Wirtschaftslage in asiatischen
Raum, fürchtet Tokio Flüchtlingsströme aus der Volksrepublik.[11]
Andererseits hat die japanische
Regierung vor einem zu großen wirtschaftlichen Erfolg Chinas
mindestens genauso große Angst. Dieser bedeutet nicht nur Verlust
von Macht und Einfluss in Asien sowie in der restlichen Welt,
sondern vor allem auch enorme Umweltbelastungen, beispielsweise
durch sauren Regen oder Chinas wachsenden Ölbedarf.[12]
Beide Entwicklungen wären für Japan also
kein Idealfall. Zudem ist Tokio verärgert, da Beijing zwar bereit
ist, wirtschaftlich mit Japan zusammenzuarbeiten, politisch jedoch
kaum kooperieren möchte. Ein Beispiel hierfür ist Chinas vehementer
Ablehnung eines ständigen Sitzes Japans im UN-Sicherheitsrat.[13]
In den neunziger Jahren wurden auf
beiden Seiten gravierende Fehler begangen, die öffentlich diskutiert
wurden. 1995 äußerte sich Tokios Regierung beim Besuch des
chinesischen Staatspräsidenten in Südkorea positiv über die
35-jährige Kolonialherrschaft Japans über Korea. Beijing zeigte sich
erstmals in der Öffentlichkeit empört, verstand es aber, die
japanische Äußerung für die eigenen Zwecke zu nutzen – nämlich das
Misstrauen gegenüber Japan in Asien wach zu halten.[14]
Ebenfalls 1995, nur wenige Tage nach den
Gedenkfeiern anlässlich der Atombombenexplosionen in Japan, führte
China Nukleartests durch. Tokios Verärgerung war vorherzusehen. Dass
die Regierung allerdings direkt damit drohte, die
nicht-zurückzahlende, finanzielle Hilfe für das laufende Jahr mit
sofortiger Wirkung einzustellen, hätte in Beijing wohl kaum jemand
erwartet. Wieder einmal wusste sich die chinesische Regierung nur
allzu gut aus der Affäre zu ziehen, indem sie Japan ermahnte, an die
grauenvollen Ereignisse während des chinesisch – japanischen Krieges
zu denken. Damit hatte China seinen Respekt zurückgewonnen und den
wunden Punkt Japans getroffen. Daraufhin bemühte sich die Regierung
in Tokio in den folgenden Jahren um eine eher verhaltene Politik
gegenüber China.[15]
Allerdings sind vor allem in den letzten
zwei bis drei Jahren wieder einige Streitpunkte aktuell geworden,
die zwangsweise zu öffentlichen Meinungsäußerungen beider Länder
führen. Im Folgenden werde ich an zwei Beispielen Gründe für den
wachsenden Antijapanismus in der Volksrepublik China aufzeigen, die
im besonderen Maße mit für die Massenausschreitungen im April 2005
verantwortlich waren.
2.1 „Konflikt um Ressourcen“[16] – die
Diaoyu -/ Senkaku - Inseln
Die japanischen Senkaku – Inseln liegen
mitten im Ostchinesischen Meer. In China wird die kleine
Inselgruppe, die sich etwa 400 Kilometer westlich der japanischen
Insel Okinawa und nördlich von Taiwan befindet, Diaoyu genannt.[17]
Bei diesem winzigen Fleckchen Land
handelt es sich um das Objekt eines Territorialkonfliktes zwischen
der Volksrepublik China, Taiwan und Japan.[18]
Seit der Qing – Dynastie soll die
Inselgruppe angeblich schon zu China gehören, Tokio allerdings ist
der Überzeugung, „die Inseln seien erst 1884 von den Japanern
entdeckt worden“[19].
1895 wurden die Senkaku von Japan eingenommen und nach der
Kapitulation im chinesisch – japanischen Krieg 1945 an die
Vereinigten Staaten übergeben. Seitdem die Inselgruppe 1972
schließlich wieder zurück an Japan ging, kommt der Territorialdisput
nicht mehr zur Ruhe.[20]
Auf den ersten Blick scheint man über
das rege Interesse der Länder an den Inseln verwundert. Sie sind
nicht nur so klein, dass sie in einem normalen Atlas nicht zu finden
sind, sondern auch unbewohnt. Wenn man aber von den rund um die
Inselgruppe vermuteten Erdöl- und Erdgasvorkommen weiß, die nach der
am 20. Juli 1996 in Kraft getretenen UN – Seerechtskonvention Japan
zustehen, versteht man nur allzu gut, weshalb auch China die Inseln
für sich beansprucht. Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass Chinas
Energiebedarf und damit vor allem der Ölverbrauch seit Jahren
unaufhaltsam in die Höhe schießt.[21]
Mitte der neunziger Jahre erlebten die
Senkaku – Inseln wohl fast alle Arten von Protesten: Von
eingesetzten Kampfjets über die Erbauung eines japanischen
Leuchtturms sowie mehrmaligem Überschreiten der Zwölfmeilenzone
durch die Chinesen bis hin zum Aufstellen der Fahnen aller
beteiligter Nationen.[22]
2003 entfachte der Streit neu, als Japan
den Mietvertrag mit einem privaten Besitzer dreier Inseln erneuerte
und auch noch ankündigte, die Inselgruppe eventuell amerikanischen
Truppen für militärische Übungszwecke zur Verfügung zu stellen. Die
unmittelbare Folge waren Protestaktionen aller Beteiligten um und
auf den Inseln.[23]
Fakt ist, dass auch Japan an den
Energiequellen im Fischfanggebiet der Diaoyu – Inseln so sehr
interessiert ist, dass „365 Tage im Jahr rund um die Uhr Boote der
Küstenwache um die Inseln patrouillieren“[24]
müssen.
Ein zentrales Problem zur Lösung des
Konfliktes stellen zudem die verschiedenen „Definitionen der
jeweiligen Wirtschaftszonen beider Länder“[25]
dar. Japans Seerechtszone, innerhalb welcher der Regierung in Tokio
alle mineralischen Energiequellen und Rohstoffe zustehen, erstreckt
sich über 200 nautische Meilen. Dies wurde im bereits oben genannten
„Gesetz der Meere“ – der Seerechtskonvention der Vereinten Nationen
– festgeschrieben. China dagegen entschied ebenfalls 1996
eigenmächtig, seine Wirtschaftszone „von 370.000 auf drei Millionen
Quadratkilometer“[26]
anzuheben.
Damit weigert sich Beijing, die Rechte
der Japaner hinsichtlich der Diaoyu – Inseln anzuerkennen. Japan
hingegen fordert von der Volksrepublik China, Kenntnisse und
Forschungsergebnisse über das Vorkommen von Energiequellen im
fraglichen Gebiet an Tokio zu übergeben und kündigt gleichzeitig an,
seine Ansprüche auf eventuell gefundene Rohstoffe geltend zu machen.[27]
Damit ist wohl zu erwarten, dass das
Konfliktthema Senkaku/ Diaoyu noch längere Zeit für neue Debatten
und Protestaktionen sorgen wird und somit auch das sino – japanische
Verhältnis in hohem Maße angespannt bleibt.
2.2 Konflikt um Vergangenheit – die „Schulbuchdebatte“
1997 gegründet, macht sich seither eine
japanische Gruppierung in der Öffentlichkeit für eine neue Auflage
japanischer Geschichts- und Staatsbürgerkundebücher stark.[28]
Die Vereinigung mit nach eigenen Angaben
rund 9500 Mitgliedern nennt sich abgekürzt Tsukurukai. Offiziell
handelt es sich um die „Gesellschaft zur Erstellung neuer
Geschichtslehrbücher“, in Japan bekannt als „Atarashii rekishi
kyokasho wo tsukurukai“.
[29]
Die Mitglieder – unter ihnen
beispielsweise hochrangige Politiker, Wirtschaftler sowie
Universitätsprofessoren – setzen sich für die Verharmlosung und
Zensierung der japanischen Kriegsverbrechen in Japans Schulbüchern
ein. Das erklärte Ziel der Tsukurukai ist es, den „Stolz der Nation
und die Sehnsucht nach einem Vorkriegsjapan mit dem Kaiser im
Zentrum“[30]
wiederzuerwecken.[31]
Dies ist besonders kritisch zu
betrachten, da die Gesellschaft zur Erstellung neuer
Geschichtslehrbücher sich, um ihren Plan durchzusetzen, an die junge
Generation Japans wendet. Die Bücher sollen in den Klassenstufen
eingesetzt werden, in denen die Jugendlichen noch leicht zu
beeinflussen sind; nämlich hauptsächlich in der Mittelstufe.
Beängstigend, aber mit Sicherheit von der Tsukurukai berücksichtigt,
ist eine Meinungsumfrage, die belegt, dass ca. 37 Prozent der
japanischen Bürger „ihr Geschichtsverständnis aus Schulbüchern
beziehen“[32].[33]
Für die bisher geringe Verbreitung der
Bücher an Japans Schulen – achtzehn von etwa 11.100 Schulen
verwenden die umstrittenen Bücher bisher[34]
– sind wohl zwei Hauptgründe verantwortlich:
Zum einen die anspruchsvolle, für
Schüler der angesprochenen Stufen oft schwer verständliche Sprache,
zum anderen aber vor allem die massive, öffentliche Ablehnung der
Bücher durch alle Schichten der japanischen Bevölkerung. Fraglich
ist allerdings, weshalb das Erziehungsministerium nun schon zum
wiederholten Mal die Lehrbücher der „geschichtsrevisionistischen“[35]
Gruppierung für den Gebrauch an japanischen Schulen genehmigt hat.[36]
Natürlich ist die Debatte um die neuen
Lehrmittel längst international geworden. Seit 1982 kritisieren
Japans Nachbarländer Korea und China öffentlich die Tsukurukai und
ihre Beschönigung der japanischen Kriegverbrechen.[37]
Gerade die Volksrepublik, die immer
wieder auf die fehlende Entschuldigung von Seiten Tokios für die
Gräuel während des zweiten Weltkrieges aufmerksam macht, reagiert
besonders sensibel. Mit Schrecken nimmt die chinesische Bevölkerung
den ansteigenden Nationalismus in Japan wahr.
Ein Beispiel wäre, dass japanische
Lehrer mittlerweile Geldstrafen riskieren, wenn sie sich an
Schulfesten weigern, die Nationalhymne zu singen[38].
Ein anderes Beispiel, das immer wieder zum internationalen
Konfliktpunkt wird, sind die umstrittenen Besuche des japanischen
Ministerpräsidenten Koizumi am Yasukuni– Schrein. Gerade, weil in
der Verfassung Japans Staat und Religion streng voneinander getrennt
werden, ist es schwer verständlich, weshalb ein hochrangiger
Politiker zu offiziellen Anlässen einen Gebetsort besucht, der
nicht nur für Religion und Kaiserkult steht, sondern zugleich auch
die Grabstätte verurteilter, japanischer Kriegsverbrecher ist.[39]
Um nationalistische Vorurteile aus dem
Weg zu räumen, veröffentlichte die Tsukurukai Auszüge des Lehrbuchs
( neue Auflage 2005) auf ihrer offiziellen Hompage (
www.tsukurukai.de). Die Meinung der gegnerischen Seite wurde dadurch
allerdings eher gestärkt. Die Zeitspanne des zweiten Weltkrieges
wird in der überarbeiteten Ausgabe beispielsweise innerhalb von ca.
zwanzig Seiten abgehandelt.
Zum Nachdenken regt an, dass inzwischen
leider auch die Lehrbücher anderer Verlage gekürzt werden, um sich
dem neuen Konkurrenten anzugleichen. Nur noch eines der vom
Erziehungsministerium für den Unterricht zugelassenen Bücher greift
die Geschichte der sogenannten Trostfrauen und Schätzungen der
Opferzahlen des Nanjing – Massakers auf. Dass in allen anderen
Geschichtsbüchern das Kapitel über die Trostfrauen gestrichen wurde,
begründen die Herausgeber damit, dass viele Lehrer sich zunehmend
beklagt hätten, es würde ihnen schwer fallen, im Unterricht das
Thema Sex anzusprechen. Außerdem sei der Begriff ´Trostfrauen` erst
im Nachhinein erfunden worden und deshalb sowieso nicht
geschichtlich korrekt. Wird in den Büchern überhaupt noch vom 13.
Dezember 1937 geschrieben, so ist lediglich vom ´Vorfall` statt vom
´Massaker von Nanjing` die Rede. Im Geschichtsbuch der Tsukurukai
wird über das Massaker folgendes geschrieben:[40]
[...] In August 1937, two Japanese
soldiers, one an officer, were shot to death in Shanghai (the hub of
foreign interests). After this incident, the hostilities between
Japan and China escalated. Japanese military officials thought
Chiang Kai-shek would surrender if they captured Nanking, the
Nationalist capital; they occupied that city in December. *But
Chiang Kai-shek had moved his capital to the remote city of
Chongqing. The conflict continued.[...][41]
Als klein geschriebene Fußnote findet
sich dieser Zusatz:
Note *At this time, many Chinese
soldiers and civilians were killed or wounded by Japanese troops (the
Nanking Incident). Documentary evidence has raised doubts about the
actual number of victims claimed by the incident. The debate
continues even today.[42]
Nach Südkorea hat sich nun auch Beijing
mit Tokio auf den Einsatz einer gemeinsamen Historikerkommission,
die fragliche Punkte in der gemeinsamen Geschichte klären soll,
geeinigt.[43]
Es bleibt zu hoffen, dass der Konflikt
dadurch früher oder später aus dem Weg geräumt wird. Wobei vielmehr
der Trend zur Kürzung und Zensierung aller Geschichtslehrbücher als
die Bücher der Tsukurukai ein wachsendes Problem darstellen. Denn
dass die Auflage der umstrittenen Lehrbücher ansteigt, ist aufgrund
der heftigen Proteste wohl kaum zu erwarten.[44]
2.3 Konfliktbewältigung der Bevölkerung – die
Massenausschreitungen 2005
Im Frühjahr 2005 gingen vor allem junge
Chinesen gegen japanische Einrichtungen in der Volksrepublik auf die
Straße. Einige Journalisten sprachen von den größten Ausschreitungen
seit „der Bombadierung der chinesischen Botschaft in Belgrad 1999“[45].
Allein im Monat April nahmen pro Demonstration rund 20.000 Menschen
teil[46]. Grund für die
Proteste waren hauptsächlich die wieder aktuell gewordene
Schulbuchdebatte und der von Japan angestrebte ständige Sitz im
Sicherheitsrat der Vereinten Nationen. Neben zerstörten Scheiben
japanischer Geschäfte und der Belagerung japanischer Konsulate sowie
der Botschaft in Beijing fielen von Seiten der Demonstranten
rassistische Parolen und Aufrufe zum Boykott japanischer Produkte.[47]
Die Organisation der Massenaufstände
lief hauptsächlich über die neuen Kommunikationsmedien ab. Zum
Beispiel Seiten wie sina.com oder china918.com riefen online zum
Protest auf. Da bleibt die Frage, warum die betroffenen
Internetseiten nicht – wie sonst so oft – von der Regierung in
Peking zensiert wurden. Und auch die chinesischen
Sicherheitsbehörden griffen nicht ein, um die Massendemonstrationen
zu verhindern. Lediglich ein Protestmarsch über den vorbelasteten
Tian’anmen Square wurde unterbunden.[48]
Im Großen und Ganzen kommen
antijapanische Aufstände der chinesischen Regierung auch nicht
gerade ungelegen, wie die auf den vorherigen Seiten von mir
beschriebenen Konfliktpunkte zeigen. Hinzu kommt beispielsweise noch
Japans Einmischung in die Taiwan – Frage sowie die „Ablehnung der
Aufhebung des EU – Waffenembargos gegen China“[49].[50]
Wie zu erwarten, verlangte Japan nach
den Demonstrationen im April letzten Jahres eine plausible
Erklärung, warum Regierung und Sicherheitsbehörden nicht
eingeschritten waren und machte dafür öffentlich die patriotische
Erziehung an Chinas Schulen verantwortlich.[51]
Beijing dagegen warf Tokio vor, sich
nicht genug um die bilaterale Beziehung beider Länder zu kümmern.
Letztendlich sprach sich der chinesische Vizeaußenminister Wu Dawei
nach einigen Unterredungen mit seinem japanischen Amtskollegen
offiziell gegen die Massenausschreitungen aus.[52]
In einem darauffolgenden Gespräch mit Hu
Jintao, entschuldigte sich Koizumi für die Fehler Japans. Hu
verlangte allerdings, dass den Worten „nun endlich auch Taten
folgen“[53] sollten.
Beispielsweise könnte Japan sich aus der Taiwan-Frage raushalten.[54]
Mit dem Verbot ungenehmigter
Demonstrationen durch die Regierung in Beijing verbesserte sich die
Lage im Frühjahr 2005 ungemein. Zum Beispiel versandten die lokalen
Sicherheitsbehörden erstmals in Beijing und Shanghai Massen–SMS, in
denen davor gewarnt wurde, an illegalen Protestaktionen
teilzunehmen.[55]
Obwohl die Situation unter Kontrolle
schien, musste die chinesische Regierung aufgrund des fortdauernden
Boykotts japanischer Waren Anfang Mai handeln. Erneut sollte die
Bevölkerung mit Hilfe der Medien zur Vernunft gebracht werden. In
Zeitungsartikeln wurde darauf hingewiesen, dass „im Zeitalter der
Globalisierung“[56] bei
solchen Aktionen auch chinesische Arbeitsplätze unnötig gefährdet
werden.[57]
Allgemein ist der Nationalgedanke und
das Einstehen für die Interessen des eigenen Landes durchaus auch
gefährlich, denn bekanntlich kann eine derartige Volksdemonstration
kippen und sich „gegen die eigene Regierung [zu] richten“[58].
3. Schlusswort
Zum Ende meiner Arbeit überlasse ich es
dem Leser, ob er Thomas E. Schmidts Aussage - „das Verhältnis
zwischen China und Japan ist schlecht wie nie“[59]
- zustimmt.
Ich selbst bin der Meinung, dass die
Beziehung auf jeden Fall so schlecht wie lange nicht mehr ist und
sich in näherer Zeit daran nichts Grundlegendes ändern wird.
Im Gegenteil – ich bin sicher, dass das
schwierige Verhältnis zwischen der Volksrepublik und Japan in den
nächsten Jahren und Jahrzehnten nicht nur in Asien, sondern auch
international an Brisanz gewinnen wird.
4.
Literaturverzeichnis:
- DIE ZEIT, Nr. 13; 23.03.2006
- Giese, Karsten:
Antijapanischer Nationalismus – bedingter Reflex und gefährliches
Kalkül. In: China aktuell, XXXIV.2005 (3).
- Giese, Karsten/ Dirk Nabers/
Iris Wieczorek: Japan und China: Machtgerangel in Ostasien. In:
Japan aktuell, XIV.2005 (3),
- Glaubitz, Hermann: Auf dem Weg
zur Weltmacht. China im Spannungsfeld von Japan, Russland und den
USA. In: Herrmann-Pillath, Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.):
Länderbericht China: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
chinesischem Kulturraum. Bonn 1998.
- Möller, Kai: Die Außenpolitik
der Volksrepublik China 1949-2004. Eine Einführung. Wiesbaden 2005.
- Nabers, Dirk: Japan will
Einigung mit China über Gasförderung in umstrittenen Gewässern. In:
Japan aktuell, XIII.2004 (6).
- Schmidt-Glintzer, Helwig: Das
neue China. Von den Opiumkriegen bis heute. München 2004.
- Staiger, Brunhild u.a.
(Hrsg.): Länderbericht China. Geschichte, Politik, Wirtschaft,
Gesellschaft, Kultur. Darmstadt 2000.
- Tsukurukai - Homepage:
www.tsukurukai.com ;
24.03.2006
- Wieczorek, Iris/ Dirk Nabers:
Offene Wunden im chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische
Schulbücher, der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3).
[1] siehe DIE
ZEIT Nr. 13, 23.03.2006
[2] ges. Abs.
vgl. Hermann Glaubitz: Auf dem Weg zur Weltmacht. China im
Spannungsfeld von Japan, Russland und den USA. In:
Herrmann-Pillath, Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.):
Länderbericht China: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
chinesischem Kulturraum. Bonn 1998; S.516.
[5] ges. Abs.
vgl. Hermann Glaubitz: Auf dem Weg zur Weltmacht. China im
Spannungsfeld von Japan, Russland und den USA. In:
Herrmann-Pillath, Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.):
Länderbericht China: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
chinesischem Kulturraum. Bonn 1998; S.516 f.
[6] siehe Hermann
Glaubitz: Auf dem Weg zur Weltmacht. China im Spannungsfeld
von Japan, Russland und den USA. In: Herrmann-Pillath,
Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.): Länderbericht China:
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in chinesischem
Kulturraum. Bonn 1998; S.517.
[8] ges. Abs.
vgl. Hermann Glaubitz: Auf dem Weg zur Weltmacht. China im
Spannungsfeld von Japan, Russland und den USA. In:
Herrmann-Pillath, Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.):
Länderbericht China: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
chinesischem Kulturraum. Bonn 1998; S.517.
[11] ges. Abs.
vgl. Hermann Glaubitz: Auf dem Weg zur Weltmacht. China im
Spannungsfeld von Japan, Russland und den USA. In:
Herrmann-Pillath, Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.):
Länderbericht China: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
chinesischem Kulturraum. Bonn 1998; S.520.
[13] vgl.
Karsten Giese: Antijapanischer Nationalismus – bedingter
Reflex und gefährliches Kalkül. In: China aktuell,
XXXIV.2005 (3), S.3.
[14] ges. Abs.
vgl. Hermann Glaubitz: Auf dem Weg zur Weltmacht. China im
Spannungsfeld von Japan, Russland und den USA. In:
Herrmann-Pillath, Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.):
Länderbericht China: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
chinesischem Kulturraum. Bonn 1998; S.519.
[15] ges. Abs.
vgl. Hermann Glaubitz: Auf dem Weg zur Weltmacht. China im
Spannungsfeld von Japan, Russland und den USA. In:
Herrmann-Pillath, Carsten/ Michael Lackner (Hrsg.):
Länderbericht China: Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in
chinesischem Kulturraum. Bonn 1998; S.520 f.
[16] siehe Iris Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden
im chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische
Schulbücher, der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln.
In: China aktuell, XXXIV.2005 (3), S.16.
[17] vgl. Iris
Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.15.
[18] ges. Abs.
vgl. Iris Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.14.
[19] siehe Dirk
Nabers: Der Konflikt um Senkaku/ Diaoyutaik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005 (3),
S.13.
[21] ges. Abs.
vgl. Iris Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.15.
[22] ges. Abs.
vgl. Iris Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.15.
[23] ges. Abs.
vgl. Iris Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.15.
[24] siehe Iris
Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.16.
[25] siehe Dirk
Nabers: Japan will Einigung mit China über Gasförderung in
umstrittenen Gewässern. In: Japan aktuell, XIII.2004 (6).
[26] siehe Iris
Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.16.
[27] ges. Abs.
vgl. Dirk Nabers: Japan will Einigung mit China über
Gasförderung in umstrittenen Gewässern.
In: Japan aktuell,
XIII.2004 (6).
[28] vgl. Iris
Wieczorek: Die Schulbuchdebatte und die Yasukuni –
Problematik. In: Karsten Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek:
Japan und China: Machtgerangel in Ostasien. In: Japan
aktuell, XIV.2005 (3), S.15.
[30] siehe Iris
Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.11.
[32] siehe Iris
Wieczorek: Die Schulbuchdebatte und die Yasukuni –
Problematik. In: Karsten Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek:
Japan und China: Machtgerangel in Ostasien. In: Japan
aktuell, XIV.2005 (3), S.15.
[35] siehe Iris
Wieczorek: Die Schulbuchdebatte und die Yasukuni –
Problematik. In: Karsten Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek:
Japan und China: Machtgerangel in Ostasien. In: Japan
aktuell, XIV.2005 (3), S.16.
[37] vgl. Iris
Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3); S.11.
[38] vgl. Iris
Wieczorek: Die Schulbuchdebatte und die Yasukuni –
Problematik. In: Karsten Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek:
Japan und China: Machtgerangel in Ostasien. In: Japan
aktuell, XIV.2005 (3), S.18.
[39] ges. Abs.
vgl. Iris Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3); S.13.
[40] ges. Abs.
vgl. Iris Wieczorek: Die Schulbuchdebatte und die Yasukuni –
Problematik. In: Karsten Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek:
Japan und China: Machtgerangel in Ostasien. In: Japan
aktuell, XIV.2005 (3), S.16.
[42] siehe ebd.
; 24.03.2006
[43] vgl. Iris
Wieczorek / Dirk Nabers: Offene Wunden im
chinesisch-japanischen Verhältnis – Japanische Schulbücher,
der Yasukuni-Schrein und die Diaoyu-Inseln. In: China
aktuell, XXXIV.2005 (3), S.13.
[44] vgl. .
Iris Wieczorek: Die Schulbuchdebatte und die Yasukuni –
Problematik. In: Karsten Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek:
Japan und China: Machtgerangel in Ostasien. In: Japan
aktuell, XIV.2005 (3), S.17.
[45] siehe
Karsten Giese: Spiel mit dem Feuer – antijapanischer
Nationalismus in der chinesischen Außenpolitik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005 (3),
S.5.
[48] ges. Abs.
vgl. Karsten Giese: Spiel mit dem Feuer – antijapanischer
Nationalismus in der chinesischen Außenpolitik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005
(3), S.6.
[49] siehe
Karsten Giese: Spiel mit dem Feuer – antijapanischer
Nationalismus in der chinesischen Außenpolitik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005 (3),
S.7.
[51] ges. Abs.
vgl. Karsten Giese: Spiel mit dem Feuer – antijapanischer
Nationalismus in der chinesischen Außenpolitik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005 (3),
S.8.
[53] siehe
Karsten Giese: Spiel mit dem Feuer – antijapanischer
Nationalismus in der chinesischen Außenpolitik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005 (3),
S.9.
[55] ges. Abs.
vgl. Karsten Giese: Spiel mit dem Feuer – antijapanischer
Nationalismus in der chinesischen Außenpolitik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005 (3),
S.10.
[58] siehe
Karsten Giese: Spiel mit dem Feuer – antijapanischer
Nationalismus in der chinesischen Außenpolitik. In: Karsten
Giese/ Dirk Nabers/ Iris Wieczorek: Japan und China:
Machtgerangel in Ostasien. In: Japan aktuell, XIV.2005 (3),
S.12.
[59] siehe DIE
ZEIT Nr. 13; 23.03.2006
5.
Autorin und Copyrighthinweis
Dieser Beitrag wurde
von Frau Pia Bisch im Rahmen des Proseminar "Landeskunde China/ Greater
China" an der Eberhard-Karls Universität Tübingen, Fakultät für Kulturwissenschaften, Institut für Sinologie,
im WS 2005/2006 erstellt.
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chinaweb.de, Januar 2008 |