Dekoration zum chinesischen Frühlingsfest
 Sitten und Gebräuche des Frühlingsfests

>> zurück zur Themenübersicht

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Legende über das Frühlingsfest

3. Abschied vom alten Jahr

4. Das Begrüßen des Frühlingsfests

5. Das Laternenfest

 
6. Schlußwort

7. Notationen

8. Bibliographie

9. Glossar chinesischer Schriftzeichen

10. Autorin und Copyrighthinweis


1. Einleitung

Das Frühlingsfest heißt auf chinesisch „Chun Jie1“, „Chun“ bedeutet wörtlich „Frühling“, und „Jie“ bedeutet „Fest“. Das Frühlingsfest ist sowohl für die Han-Nationalität als auch für viele nationale Minderheiten das wichtigste traditionelle Fest des Jahres. Dieses Fest ist ein bedeutender, jährlicher Höhepunkt im Leben des chinesischen Volkes (vergleichbar mit dem Weihnachtsfest in Deutschland). Das Frühlingsfest wird nach dem chinesischen Mondkalender am letzten Tag des Jahres gefeiert. Meistens ist das Ende Januar oder Anfang Februar. Das Datum ist nicht fest gelegt. In diesem Jahr fällt es z.B. auf den 01. Februar 2003. Zum Frühlingsfest haben Chinesen heute sieben Tage frei (drei gesetzliche Feiertage inklusive zwei Wochenenden). Schüler und Studenten haben zu der Zeit gerade Winterferien. In der Festzeit finden zahlreiche Kulturveranstaltungen statt. Während manche traditionelle Darbietungen wie Löwentänze, Drachentänze2 und Stelzengehen und weit verbreitet sind, haben andere Landesteile modernen Charakter: z.B. die Eislaternen in Ha’erbin3 und die Blumenausstellung in Guangzhou4.

Das Fest hat eine lange Geschichte von dreitausend Jahren und einen umfassenden kulturellen Inhalt. Jahrtausendalte Tradition gibt dem Frühlingsfest im Leben der Chinesen einen weit höheren Stellenwert als dem Neujahr. Das Frühlingsfest wurde vor der Xinhai-Revolution5 auch Neujahrsfest (Xinzheng oder Yuandan6) genannt. Von der Han-Zeit7 bis zu der Xinhai-Revolution feierte man das Neujahr nach dem chinesischen Mondkalender am ersten Tag jedes Jahres. 1912 (ein Jahr nach der Xinhai-Revolution) wurde der Gregorianischen Kalender in China eingeführt; seit dem gilt der 1.Januar als Neujahr. Nach dem chinesischen Mondkalender wird der erste Tag des ersten Monats als Frühlingsfest gefeiert. Weil der chinesische Mondkalender für die Landwirtschaft geeignet ist, wird er neben dem gregorianischen Kalender weiterhin benutzt.8

Laut Professor Tao Lifan von der Zentralen Universität der Nationalitäten steht der Ursprung des Frühlingsfests in engem Zusammenhang mit den landwirtschaftlichen Opferritualen in China, weil China von alters her ein Agrarland ist. „Nian“ bedeutet im alten Chinesischen die Reife des Getreides. Aus diesem Anlass wurden viele Feierlichkeiten veranstaltet und den Göttern Opfer dargebracht, um für eine reiche Ernte im neuen Jahr zu beten.“9


2 Die Legende über das Frühlingsfest

Das Frühlingsfest hat auch einen Namen, nämlich „Nian10“. Was ist eigentlich „Nian“?

Der Legende nach war „Nian“ ein Raubtier. Vor langer, langer Zeit gab es in China ein Raubtier, das Nian (Jahr) hieß. Das war größer als ein Kamel, konnte blitzschnell laufen und verschlang Menschen und Vieh. Zum Glück hatten die Himmelsgötter das „Nian“ tief in den Bergen eingesperrt, aber einmal, am Silvesterabend, durfte es die Berge verlassen. Da mussten sich die Menschen mit Messern und Stangen bewaffnen und gegen das Untier kämpfen. Kämpfend mit dem „Nian“ stellten die Menschen fest, dass das Tier alles Rote, auch Feuer und Krach fürchtete. Deshalb brachten sie vor dem Silvesterabend an den Türen rotes Papier an, machten Feuer im Hof, schlugen Gongs und Trommeln und brannten Feuerwerkskörper und Knallfrösche ab. Erschrocken zog das „Nian“ ins Gebirge zurück und mag in seiner Höhle verhungert sein. So, heißt es, sei die Sitte entstanden, zum Frühlingsfest Spruchrollen anzukleben, Feuerwerkskörper abzubrennen.


3 Abschied vom alten Jahr

Es gibt allgemein zwei Bestandteile des Frühlinsfests: Abschied vom alten Jahr und Begrüßen des neuen Jahrs. Das Frühlingsfest beginnt normalerweise am 23. Tag des 12. Monats des Mondkalenders und dauert bis zum 15. Tag des 1. Monats des Neujahres. Aber schon zu Beginn des 12. Monats nach dem alten Mondkalender wird das Frühlingsfest vorbereitet. Die festliche Atmosphäre ist bereits spürbar.


3.1 Laba Fest11 (Laba Brei12 und Laba-Knoblauch13)

Am 8. Tag des Monats kocht man mit Reis, Hirse, Klebreis, Sorghum, kleinen roten Bohnen, Erdnüssen, roten Datteln, Walnüssen und rotem Zucker den Laba-Brei. Während früher die buddhistischen Mönche mit diesem Brei des Gottes Schakjamuni gedacht hatten, hoffen die Bauern heute auf reiche Ernte im kommenden Jahr.14

An diesem Tag legt man bis zum Silvestertag auch Knoblauch in Essig ein. Der in Essig eingelegte Knoblauch wird beim Silvesterabendessen als Gewürz zu Jiaozi15 gegessen.


3.2 Das Fest des Küchengottes
 

Der Küchengott gehört zu den wichtigsten Göttern. Am 23. Tag des letzten Monats, heißt es, steigt der Küchengott zum Himmel auf. Er wird dem Himmelskaiser, der in China auch Jadekaiser heißt, vom Geschehen auf der Erde berichten. Man hofft, dass der Küchengott dem Jadekaiser viel Gutes und wenig Schlechtes sagt. Früher gab es in fast allen Familien über dem Herd einen kleinen Altar mit dem Bild vom Küchengott, an dessen beiden Seiten die kleine Spruchrolle „Im Himmel berichte Gutes! Auf Erden bewahre Frieden!“16 angebracht war. An diesem Tag bringt jede Familie Opfergaben dar, die meistens Süßigkeiten sind. Man glaubt, der Küchengott werde nach dem Genuß solcher Süßigkeiten dem Himmelskaiser bestimmt nur Gutes berichten.


3.2.1 Die Volkssage für das Fest des Küchengottes

Warum betet man am 23. Tag des letzten Monats zum Küchengott? Die Volkssage in der Provinz Henan erklärt uns die Gründe:

Vor langer, langer Zeit gab es ein altes Ehepaar. Mit ihrem einzigen Sohn lebten sie in einem kleinen Dorf. Obwohl sie ihren Sohn wie einen Schatz behüteten, hatten sie keinen Ausweg und schickten den Sohn ins Kohlebergwerk, um das Brot zu verdienen. Fast ein Jahr später vermisste das Paar ihren Sohn sehr. Die Mutter schickte den Vater, den Sohn zu besuchen. Unterwegs traf der Vater einen Mann, der auf dem gleichen Weg ging. Als sie sich unterhielten, hatte der Vater gewusst, dass der Mann, der Guangjiaopian17 hieß, vom Höllenfürsten18 entsendet wurde, um 100 Menschenleben im Kohlebergwerk zu verlangen. Als der Vater das hörte, sorgte er sich sofort um seinen Sohn. Er bat Guangjiaopian, seinen Sohn zu verschonen. Guangjiaopian sagte seiner Forderung zu, aber verlangte von ihm, das Geheimnis nicht zu verraten. Nachdem der Vater seinen Sohn getroffen hatte, hatte er getan, als ob er schwer krank wäre, damit sein Sohn ihn betreuen müsste und nicht zur Arbeiten gehen könnte. Einige Tage später passierte ein Unfall im Kohlebergwerk und 100 Menschen kamen ums Leben. Nach dem Unfall brachte der Vater seinen Sohn nach Hause mit. Drei Jahre vergingen und der Sohn blieb sicher. Am 22. Abend des 12. Monats dieses Jahres erinnerte der Vater an die Umstände von vor drei Jahren und sagte aus Versehen der Mutter das Geheimnis. Ungedacht hatte der Küchengott das gehört. Am nächsten Tag stieg er zum Himmel auf und berichtete dem Jadekaiser alles. Der Jadekaiser war so ärgerlich, dass er Guangjiaopian bestrafte und gleichzeitig das Leben des Sohns verlangte.19

Danach begann man dem Küchengott Süßigkeiten zu opfern. Unter den Opfergaben durfte der Malzzucker auf keinen Fall fehlen. Der Malzzucker ist klebrig. Im Volksmund sagt man, dass wenn der Küchengott den klebrigen Malzzucker ißt, er den Mund nicht mehr aufmachen kann. Mann sagt aber auch, dass der Küchengott nach dem Genuß nur Gutes sagen kann. Auf jeden Fall wünscht man alles Gute.

Außerdem gibt es auch andere Volkssagen für das Fest des Küchengottes.

Wenn das Fest des Küchengottes kommt, bemerkt man, dass das Frühlingsfest schon ganz nah ist.


3.3 Der Volksreim zur Vorbereitung des Frühlingsfests

Es gibt einen Volksreim in der Provinz Henan. Der Volksreim schildert die Vorbereitung des Frühlingsfests.

Am 23. Tag: dem Küchengott opfern, (二十三,祭灶官)

Am 24. Tag: das Haus gründlich reinigen, (二十四,扫房子)

Am 25. Tag: den Tofu20 machen, (二十五,磨豆腐)

Am 26. Tag: das Fleisch kaufen gehen, (二十六,去割肉)

Am 27. Tag: Hühner und Enten schlachten, (二十七,杀猪鸡)

Am 28. Tag: Dattelkuchen dämpfen, (二十八,蒸枣花)

Am 29. Tag: Reisschnaps kaufen gehen, (二十九,去打酒)

Am 30. Tag: Jiaozi zubereiten. (年三十,包饺子)21

Nicht nur in der Provinz Henan22, sondern in ganz China beschäftigt man sich besonders nach dem 23. Tag mit der Vorbereitung des Fests. Bevor das Frühlingsfest kommt, bereitet jede Familie in Nordchina, besonders auf dem Land eine große Menge Mantou23, Niangao24 und mit roten Bohnen gefüllte Pasteten zu. Nach dem Dämpfen werden sie ins Freie gelegt, bis sie gefroren sind. Will man sie wieder verwenden, werden sie erneut gedämpft. Damit hatte man während des Fests mehr Zeit, das Fest zu feiern. Man kauft gleichzeitig auch alle möglichen Neujahrssachen. Früher nähten die Frauen noch neue Kleider für die ganze Familie, aber jetzt sind viele Chinesen in der Lage, neue Kleider zu kaufen.


3.4 Der Silvesterabend
 

Silvester ist der letzte Tag des alten Jahres. Wenn der Tag vergeht, kommt das Frühlingsfest. Weil dieser Tag nach dem chinesischen Mondkalender in den meisten Fällen der 30. Tag ist, nennt man ihn auch „Niansanshi25“. Am Silvestertag herrscht überall feierliche Stimmung. Der Höhepunkt des Tages ist das Silvesterabendessen.


3.4.1 Das Silvesterabendessen

Das Silvesterabendessen ist das schönste und üppigste Festmahl im Jahr. „Das Frühlingsfest ist ein Fest der Familien“, so sagt man in China. In den verschiedenen Landesteilen ist das Essen zum Jahreswechsel jeweils etwas unterschiedlich. Aber es ist gleich, dass fast jedes Gericht eine symbolische Bedeutung hat. Während man in Nordchina Jiaozi ißt, ißt man in Südchina gern Huntun26, das so ausgesprochen wird wie „die Kornkammer voll“. Weil Knödel ein Symbol für den Zusammenhalt und die Eintracht der Familie sind, dürfen Knödel unter den Speisen auf keinen Fall fehlen, egal ob Fleischknödel oder Gemüseknödel, egal ob Nordchina oder Südchina. Fisch ist auch obligatorisch, weil er Überfluß symbolisiert (Fisch (鱼) und Überfluß (余) haben im Chinesischen den gleichen Laut).

Früher waren viele Leute so arm, dass sie nur während des Frühlingsfests etwas Gutes essen konnten. Deshalb freuten sich die Leute, besonders Kinder, auf das Frühlingsfest. Heutzutage sind die Delikatessen, die man in der Vergangenheit nur zum Frühlingsfest probieren konnte, zwar etwas Alltägliches geworden, aber die Menschen freuen sich dennoch auf den Silvesterabend, das große Familientreffen. „Je schöner das Fest ist, umso mehr denken die Menschen an ihre Verwandten“27. Das ist eine so wichtige Angelegenheit, dass auch jene Familienmitglieder, die weit entfernt arbeiten oder wohnen, es nicht versäumen wollen. In diesem Sinne legt man den Wert nicht auf das letzte Abendessen, sondern auf das Familientreffen und die angenehme Stimmung: zwei oder drei Generationen setzen sich zusammen, verabschieden sich vom alten Jahr, empfangen das neue Jahr und genießen das häusliche Glück.

3.4.2 Jiaozi
 

Wenn man vom Silvesterabendessen redet, muss man mehr von Jiaozi reden. Jiaozi ist eine unentbehrliche Speise zum Frühlingsfest in Nordchina. Jiaozi, wird auch „Jiaozi zum Jahreswechsel“ genannt. Nach den Himmelsstämmen und den Erdstämmen heißt 24 Uhr „Zi“-Uhrzeit28. Wenn die „Zi“-Uhrzeit kommt, rutscht man vom alten Jahr ins neue Jahr. Man nennt es „Jiaozi zum Jahreswechsel“29. „Jiao“ bedeutet hier wechseln. „Jiaozi“ zusammen bedeutet, dass um 24 Uhr der Tag wechselt. Beim Jahreswechsel hat man seit langem die Gewohnheit, eine mit Füllung gefüllte Speise zu essen. Daher wurde diese Speise am Anfang „Jiaozi (交子)“ genannt. Weil Jiaozi ein Nahrungsmittel ist, wird „Jiaozi (饺子)“ anstelle von „Jiaozi (交子)“ verwendet. Der Untersuchung von Experten zufolge, hat sich die Gewohnheit, beim Jahreswechsel Jiaozi zu essen, schon in der Ming-Dynastie30 verbreitet. In der Qing-Dynastie31 ist sie eine Regel geworden.

Jiaozi ist ein halbmondförmiges Täschchen aus Teig und Füllung, eine Art von Ravioli oder Maultasche. Die Zubereitung der Jiaozi ist in jeder Familie in Nordchina eine wichtige festliche Veranstaltung. Die Familienmitglieder setzen sich um den Tisch und machen Jiaozi von fröhlichen Reden begleitend. Es gibt viele Regeln mit Symbolcharakter,, die beim Frühlingsfest beachtet werden müssen.

Zunächst die Füllung der Jiaozi: Es gibt Fleisch- und Gemüsefüllung. Im Normalfall erhalten die Jiaozi eine Füllung aus halb Hackfleisch und halb Gemüse, weil das Gemüse den Reichtum symbolisiert. Das Gemüse (菜) und der Reichtum (财) haben im Chinesischen den gleichen Laut. Die Jiaozi-Täschchen, die am Silvesterabend zubereitet werden, soll für das letzte Abendessen und das erste Frühstück ausreichen. Die Form der Jiaozi muss yuanbaoförmig32 sein. Wenn Jiaozi gefertigt werden, legt man sie auf eine speziell für Jiaozi gemachte Decke. Beim Legen soll man zunächst in die Mitte einige Jiaozi legen. Dann legt man die anderen Kreis für Kreis darum. Das bedeutet, dass man Glück und Reichtum umkreist. In manchen Familien gibt es auch eine Regel: auf eine Decke darf man nur 99 Jiaozi legen. Ist die Decke zu groß oder zu klein, muss man den Abstand zwischen der Jiaozi ändern. Im Chinesischen haben Neun (九) und Länge (久) den gleichen Laut. Man wünscht, dass Glück und Reichtum für lange Zeit bleiben mögen. Die Jiaozi des Silvesterabends werden mit dem Knall der Feuerwerkskörper um Mitternacht gekocht. In manchen Gegenden werden Nudeln mit Jiaozi zusammen gekocht. Nudeln ist ein Zeichen für ein langes Leben. Wenn man gekochte Jiaozi ißt, muss man sich auch an einige Regeln halten: Die erste Schüssel wird als Opfergabe vor dem Altar der Göttern und der Vorfahren gestellt. Die zweite Schüssel wird auf dem Land dem Vieh gegeben, weil sie das ganze Jahr mühsam gearbeitet haben. Früher war das Vieh auf dem Land eine sehr wichtige Arbeitskraft. Die Bauern hofften, dass das Vieh auch ein gutes Neujahr empfangen kann. Reiche Ernte und gesundes Vieh, das ist der größte Wunsch der Bauern beim Abschied vom alten Jahr. Erst die dritte Schüssel ist für das Abendessen der Familie. Die Speisen sind üppig. Die anderen Speisen darf man nicht essen, aber Jiaozi soll man unbedingt essen. Außerdem soll man eine gerade Anzahl Jiaozi essen. Nach dem Essen sollen einige Jiaozi auf dem Teller oder in der Schüssel, sogar etwas von der Füllung und dem Teig, übrig bleiben.33 Das symbolisiert den Überfluß jedes Jahres.34

Interessant ist, dass manche Hausfrauen, wenn sie Jiaozi machen, unbemerkt eine Münze in eins der Täschchen stecken. Wer dieses Stück zum Essen bekommt, wird Glück im neuen Jahr haben und viel Geld verdienen. Man kann auch eine rote Dattel, eine Erdnuß oder eine Bonbon in das Jiaozi-Täschchen stecken. Die Erdnuß, die auch Frucht des langen Lebens35 heißt, verspricht Langlebigkeit, während eine rote Dattel oder ein Bonbon Liebe und Gedeihen im neuen Jahr ankündigen.

Obwohl Jiaozi in den heutigen Supermärkten angeboten werden, machen viele Familien sie lieber selbst. Viele Leute möchten das harmonische Familienleben genießen. Während man in Nordchina Jiaozi ißt, essen die Menschen in Südchina Huntun, ähnlich wie Jiaozi. Hinzu kommt noch Niangao, ein Kuchen aus Klebreis und Datteln.


3.4.3 Die Feuerwerkskörper
 

Nach dem Abendessen um Mitternacht versammelt sich die Familie draußen und entzündet die Feuerwerkskörper, um alles Unheil zu vertreiben. Wenn die Feuerwerkskörper in den Himmel geschossen werden, wird der Himmel erleuchtet wie tagsüber. Heute ist es jedoch in großen Städten und in bevölkerungsdichten Gebieten verboten, weil es die Umwelt verschmutzt und unerwartete Zwischenfälle verursacht. Ohne Feuerwerkskörper fehlt einem etwas. Es ist weniger belebt. Man hat einmal versucht, Feuerwerkskörper durch Luftballons oder Elektro-Feuerwerkskörper zu ersetzten, was leider keinen Zuspruch gefunden hat. So fahren manche lieber in abgelegene Gebiete, um auf diese laute Tradition nicht verzichten zu müssen.


3.4.4 Die Durchwacht der letzten Nacht
 

Anders als beim europäischen Silvester geht es nach dem Feuerwerk jedoch nicht ins Bett, sondern die letzte Nacht des Jahres wird durchgewacht. Aber auch dabei gibt es mit der Zeit Veränderungen. Früher saßen die Älteren um den Tisch, erzählten den Kindern Geschichten, lösten gemeinsam Rätsel oder machten Späße mit ihnen, die Erwachsenen spielten Karten oder Majiang. Die kleinen Jungen, die nicht gern lange sitzen, huschten mit ihren Lampions in den Hof oder brannten Feuerwerkskörper ab. Heute sitzt die Familie vor dem Fernsehapparat und vergnügt sich am Frühlingsfestprogramm. Die jungen Leute bevorzugen das Surfen im Internet.


3.4.5 Geldgeschenke zum Frühlingsfest

Nach dem Abendessen werden Geldgeschenke zum Frühlingsfest von den Älteren an die Kinder übergeben. Die Kinder haben schon lange darauf gewartet. Früher bestanden Geldgeschenke aus 100 Stück Münzegeld, die auf eine rote Schnur gezogen waren. Das symbolisierte, dass das Kind 100 Jahre leben möge.36 Heute bekommen sie das Geld normalerweise eingewickelt in einer roten Papiertüte. Nun können sie kaufen, was sie gern haben möchten.


4. Das Begrüßen des Frühlingsfests

Frühmorgens am Neujahrstag öffnen die Familien die Tür, um das neue Jahr zu begrüßen. Wenn man die Tür öffnet, sagt man gleichzeitig „die Tür steht offen, Glück und Reichtum kommen herein“. Danach werden Feuerwerkskörper erneut abgebrannt. Das neue Jahr kommt. Alle Familienmitglieder empfangen es mit allen neuen Dinge. Alle ziehen neue Kleider, neue Schuhe. Die Spruchrollen am Hauseingang und die Neujahrsbilder an der Wand werden auch erneuert.


4.1 Die Spruchrollen
 

Die Spruchrollen sind rote Papierstreifen, worauf chinesische Zeichen geschrieben werden. Ein Paar Spruchrollen besteht aus drei Teilen: Oberspruchrolle, Unterspruchrolle und Waagerechtspruchrolle. Die Spruchrollen werden an beiden Seiten des Hauseingangs (der Tür oder des Türrahmens) geklebt. Die Oberspruchrolle wird senkrecht an die Rechtsseite und die Unterspruchrolle an die Linksseite angebracht. Die Waagerechtspruchrolle wird über den Türrahmen in die Mitte gehängt. Der Inhalt der Spruchrollen ist normalerweise ein Wunsch für das kommende Jahr, aber abhängig davon, wo die Sprüche hängen. Die Sprüche an die Tür der Bauernfamilie sind: „Gute Zeit, guter Ort sichern Menschenglück!“, „Rechtzeitiger Schnee und reiche Ernte erfreuen das Neue Jahr!“37 Die Sprüche an die Tür der Kaufleute sind: „Der Handel ist erfolgreich im ganzen Land!“, „Das Geschäft ist blühend auf der Welt“ 38

Spruchrollen stammen von Schutzamuletten aus Pfirsichholz39. Dieser Entwicklungsprozess dauerte eine lange Zeit. Erst in der Song-Dynastie40 begann der Kaiserpalast die Spruchrollen zu verwenden. Jedoch waren im Volk noch die Pfirsichschutzamulette in Mode. Die Pfirsichschutzamulette waren zwei Stück Pfirsichholztafeln, worauf die Bilder von zwei Göttern gemalt wurden. Ein Gott davon hatte Fesseln an den Händen, der andere wurde von einem Tiger begleitet. Die beiden Götter hatten böse Gesichter. Man hängte sie an den Hauseingang, um alles Unheil und Dämonen zu vertreiben.

Auch das Glückszeichen „Fu (福)“ wird verkehrtherum auf die Eingangstür geklebt. Dies ist ein typisches chinesisches Wortspiel. Glück heißt auf Chinesisch „Fu“. „Verkehrtherum“ heißt „Dao (倒)“, „Dao“ kann in anderer Schreibweise aber mit der gleichen Aussprache jedoch auch „ankommen (到)“ heißen. Also bedeutet das umgekehrtherum angeklebte Zeichen: "Das Glück kommt".


4.2 Neujahrsbilder und Scherenschnitte
 

In China gibt es auch die Sitte, mit Neujahrsbildern an der Wand und Scherenschnitte an den Fenstern das Haus festlich zu schmücken. Die Neujahrsbilder von Yangliuqing41, Weifang42 und Taohuawu43 genießen einen großen Ruhm. Neujahrsbilder und Scherenschnitte entstehen vollständig in Handarbeit. Der Inhalt ist vielfältig. Historische Sujets, Volkssagen, Tiere, Blumen usw. gehören alle dazu. Besonders die zwölf Tierzeichen44 werden sowohl in den Neujahrsbildern als auch in den Scherenschnitten thematisch dargestellt. Wenn ein Jahr beispielweise im Zeichen der Ziege steht, klebt man auf Fenster die Scherenschnitte mit Ziegemotiv. So wie Neujahrsbilder sind die Motive der Scherenschnitte vom praktischen Leben geprägt. Zum Beispiel „Die Maus stiehlt ein Ei“, „Das Kaninchen knabbert an der Rübe“ usw.


4.3 Vorfahren und Götter opfern
 

Götter und Vorfahren zu opfern, ist eine wichtige Veranstaltung am ersten Tag des Neujahres. Sobald das neue Jahr um Mitternacht kommt, findet die Opferung für die Vorfahren statt. Auf dem Land ist noch diese Sitte geblieben, aber in den Städten verschwindet sie allmählich. Jedoch bleibt die Opferung für die Götter, eine religiöse Veranstaltung noch im ganzen Land. Die ganze Familie in neuen Kleidern geht frühmorgens in das Kloster und opfert den Göttern den Glück und den Frieden im kommenden Jahr. In Beijing gehen viele Leute z. B. in das taoistische Baiyun-Kloster45 und in den lahmaistischen Yonghe-Palast46.


4.4 Der Neujahrsgruß und der Neujahrsbesuch
 

Der Neujahrsgruß ist eine andere wichtige Veranstaltung am ersten Tag des Neujahres (nach dem chinesischen Mondkalender). Man glaubt, es gibt einen engen Zusammenhang zwischen dem Neujahrsgruß und der Legende des Raubtiers „Nian“. Wenn jene Leute sich frühmorgens am ersten Tag des neuen Jahres begegnen, bedeutet es, dass sie doch dem Untier „Nian“ entkommen waren. Sie gratulieren sich gegenseitig und tauschen Neujahrsglückwünsche aus. Mit Neujahrsgrüßen kann man die Familienbeziehungen und die Nachbarschaft verbessern. Man nutzt die Gelegenheit, auch verfeindete Menschen zu begrüßen, um die frühere Freundschaft neu zu beleben.

Der Neujahrsgruß fängt unter den Familienmitgliedern an. Ursprünglich bedeutet der Neujahrsgruß Neujahrsglückwünsche von den jüngeren Generationen an die älteren Generationen. Die jüngeren Generationen machen vor den älteren Generationen Kotau, sagen Neujahrsglückwünsche und erkundigen sich nach dem Befinden. Danach schenken die Senioren den Kindern das Geld. Dann tauschen die Familienmitglieder im fast gleichen Alter die Neujahrsgrüße aus. Wenn es hell geworden ist, besuchen die Familien Verwandte und Freunde in der näheren Umgebung. Das ist Neujahrsbesuch. Auf dem Land ist der Neujahrsbesuch sehr belebt. Fast alle Kinder versammeln sich auf einer Seite des Dorfs und übermitteln von Haus zu Haus Neujahrsgrüße. Bei jedem Neujahrsbesuch bekommen die Kinder Geldgeschenke oder Bonbons. Alle sind fröhlich. In den Städten besucht man zwar auch zum Frühlingsfest Verwandte und Freunde. Aber Jahr für Jahr werden statt persönlicher Neujahrsglückwünsche Karten, sogar Internet-Karte geschrieben. Obwohl diese modernen Mittel vieles bequemer machen, verringern sie auch die festliche Atmosphäre.

Die erste Neujahrskarte der Menschheit entstand in China. „In der Song-Dynastie fanden etliche Gelehrte den Neujahrsbesuch zeitraubend, besonders wenn sie Verwandten oder Freunde, die weiter weg wohnten, zum Neujahr gratulieren wollten. Niemand weiß, wer auf die Idee kam, eine Neujahrskarte zu schicken, aber diese Sitte verbreitete sich dann schnell. Die Karte, ein zehn Zentimeter langes, sechs Zentimeter breites Briefpapier mit Pfirsichblütenverzierung, auf dem der Name des Empfängers, der Neujahrsgruß, sowie Name und Adresse des Absenders geschrieben waren, wurde vom Hausdiener oder Laufburschen ausgetragen. Sie könnte die erste Neujahrskarte der Menschheit gewesen sein.“47


4.5 Die Jahrmärkte beim Frühlingsfest
 

Der Jahrmarkt, der auf Chinesisch Miaohui48 heißt, ist eine volkstümliche Kulturveranstaltung. Er findet gewöhnlich im Umfeld von Tempeln statt und bietet eine gute Gelegenheit für kleine Ausflüge, Unterhaltung und Einkäufe. Die Eigentümlichkeiten chinesischer Jahrmärkte treten am deutlichsten im Norden hervor, insbesonders in Beijing. In Beijing gibt es mehrere Jahrmärkte, z.B. Ditan-Park, Longtan-Park. Jeder hat jährlich sein eigenes Thema. Der Jahrmarkt im hiesigen Ditan-Park, in dem früher die Kaiser der Erde Opfer darbrachten, wird schon seit Jahren regelmäßig von vielen Menschen besucht. Es gibt Verkaufsstellen für Bücher, Neujahrsbilder, Spezialitäten und vieles andere mehr. Zum Jahrmarkt im Ditan-Park werden viele berühmte Künstler zur Aufführung eingeladen. Aufführungen der traditionellen Kampfkunst Gongfu, Modenschau und die Kunst des Teekochens sind auch Teile des Programms. Jeder kann hier Vergenügung finden.


4.6 Der fünfte Tag des ersten Monats
 

Während des Frühlingsfests, hauptsächlich vom ersten Tag bis zum vierten Tag gibt es einige Tabus, die man unbedingt einhalten muss. Man darf nicht etwas Unglückliches sagen. Die Kinder dürfen nicht heulen und streiten. Man darf kein Geschirr zerbrechen, weil es Pleite prophezeit. Wenn etwas unbeabsichtigt zerbrochen ist, muss man sofort sagen „Jahr für Jahr ist alles Gute“49, weil Jahr (岁) und Zerbrechen (碎) im Chinesischen den gleichen Laut haben. Man darf kein Messer (Symbol für Mord und Bluttat), keine Nadel (Symbol für das Gerstenkorn) und keine Schere (Symbol für den Streit) berühren. Man darf auch keine Medikamente nehmen, sonst wird man das ganze Jahr nicht mehr gesund sein. Man darf den ersten Monat nicht in den Friseursalon gehen. Diese Tabus werden am fünften Tag abgeschafft. Deshalb nennt man den Tag Powu-Fest50. Die Opfergaben werden auch an diesem Tag abgeräumt. Man ißt Jiaozi wieder zusammen.

Heute werden diese Tabus in manchen Gebieten als Aberglauben angesehen. Obwohl manche Leute sie nicht streng einhalten, feiert man heutzutage noch den fünften Tag.

5 Das Laternenfest

Das Laternenfest nennen die Chinesen auch Yuanxiao-Fest51. Es findet am 15. Tag des ersten Monats nach dem chinesischen Mondkalender statt. Das Fest ist das Ende des Frühlingsfests, aber gehört auch dazu. An diesem Tag ist die erste Vollmondnacht im neuen Jahr. Am Abend des Festtages werden bunte Laternen in verschiedensten Formen aufgehängt. Zusätzlich werden regionale Traditionen wie die Drachen- und Löwentänze gepflegt. Dieses Fest hat seinen Ursprung in der Westlichen Han-Dynastie52 vor mehr als 2000 Jahren. Bis zur Tang-Dynastie53 vor mehr als 1000 Jahren entstanden schon viele farbige Laternen in verschiedener Art. So entstand die Sitte in China, beim Laternenfest Lampions und Laternen zu bewundern. Auch danach wurde das Laternenfest von den aufeinanderfolgenden Dynastien als wichtiges Fest gefeiert, um den Frieden des Landes und die Stabilität und Einheit des Volkes zu zeigen. Nach der Gründung der VR China im Jahre 1949 wurden die Veranstaltungen zu diesem Fest noch reichhaltiger und vielfältiger.


5.1 Die Klebreisklöße Yuanxiao und Tangyuan
 

Für dieses Fest gibt es zwei Veranstaltungen: „Yuanxiao“ zu essen und an den Kulturveranstaltungen mit Lampions und Laternen teilzunehmen.

„Yuanxiao“ ist ein rundförmiger Klebreiskloß, heißt auch „Tangyuan54“. Es gibt Yuanxiao mit oder ohne Füllung. Der Yuanxiaokloß ohne Füllung ist kleiner als der mit Füllung. Man ißt gern den Klebreiskloß mit Füllungen. Die Zutaten der Füllungen sind normalerweise Zucker, schwarzer Sesam, rote Bohnen usw. Eigentlich sind Yuanxiao und Tangyuan unterschiedlich. Yuanxiao ist ein bißchen härter als Tangyuan. Man sagt in Nordchina „Yuanxiao“, und in Südchina „Tangyuan“. Die beiden sind ungefähr walnußkerngroß. Tangyuan in Ningbo55 ist sehr bekannt. Die beiden sollen das Zusammenleben der Familie andeuten.


5.2 Die Kulturveranstaltungen mit Laternen
 

Lampions und Laternen sind traditionelle chinesische Kunstwerke. Unter den vielen verschiedenartigen Lampions in China sind Laternen mit Papierfiguren und Drachenlaternen am beliebtesten. Bei diesem Fest werden überall zahllose Lampions und Laternen aufgehängt. Früher gab es nur Malerei auf den Laternen. Heute stehen darauf Rätsel, damit man beim Bewundern der Laternen die Rätsel lösen kann. Das macht das Fest viel interessanter. Neben den traditionellen Laternen kann man auch Laternen mit Motiven von Mickey Mouse, UFOs und Dinosauriern finden, die mit modernen Techniken produziert sind.


Der Drachen- und Löwentanz ist in Südchina sehr populär. Der Drache ist das Symbol der chinesischen Nation. Beim Drachentanz wird der goldene Drache in mehrere Abschnitte eingeteilt und wird von tatkräftigen Männern getragen. Bei der Aufführung bewegt sich der Drache und sieht von weit wie die brennende Flutwelle. Der Löwentanz wird von drei Personen aufgeführt: die erste bewegt den Kopf, die zweite das Schwanzteil, die dritte neckt den Löwen mit einem Blumenball aus Seide.


6.Schlußwort
 

Das Frühlingsfest gilt schon längst nicht mehr nur allein als ein traditionelles volkstümliches Fest, sondern auch als eine Präsentation der chinesischen Kultur und Folklore. Es genießt eine hohe Stellung im Herzen aller Chinesen. Jeder Chinese, egal wo er wohnt, feiert das Frühlingsfest und verbindet damit seine Hoffnung auf ein friedliches und glückliches Leben. Die Wichtigkeit des Frühlingsfestes liegt auch in dem chinesischen philosophischen Gedanken, dass das Frühlingsfest die "Einheit von Himmel und Mensch" repräsentiert. Für alle Dinge und die Menschen in der Welt ist das Frühlingsfest ein Anfang voller neuer Kraft. Mit der Entwicklung der Gesellschaft haben sich zwar die meisten dieser Tätigkeiten bis heute noch erhalten, aber auch einige von ihnen haben sich verändert, manche sind sogar ganz verschwunden. Nicht nur in diesem Bereich besteht das Problem, sondern auch auf anderen Gebieten. Viele traditionelle Veranstaltungen sind die wichtigen Bestandteile der chinesischen Kultur, deshalb sollten sie gut bewahrt und verbessert werden. Glücklich ist das Problem schon beachtet.


7. Notationen

1 Chunjie: auf Chinesisch 春节.

2 Löwentänze und Drachentänze sind es, dass die Löwenlaterne und Drachenlaterne von tatkräftigen Männern getragen und bewegt werden.

3 Ha’erbin: auf Chinesisch哈尔滨, die Hauptstadt der Provinz Leilongjiang (黑龙江省).

4 Guangzhou: auf Chinesisch广州, die Hauptstadt der Provinz Guangdong (广东省).

5 Die Xinhai-Revolution beendete am 10.Okt.1911 den Feudalismus in China. 1912 wurde die bürgerlich-demokratische Republik China begründet.

6 Xinzheng: auf Chinesisch新正, bedeutet: der erste Monat. Yuandan: auf Chinesisch元旦, bedeutet: das Neujahr.

7 Han-Zeit:v.Chr.206-n.Chr.220

8 Xiao Fang(萧放), yiye lian shuangsui, wugeng fen ernian 《一夜连双岁,五更分二年》. In: chinesefolklore.com(中国民俗网). Nian: auf Chinesisch年.

9 Sehen Aufsatz: das chinesische Frühlinsfest, in: Radio China International 2002/02/01

10 Zur Legende von Nian (年) sehen Aufsatz: chun de xiyue《春的喜悦》 (die Freude des Frühlings), ohne Angabe für Autor. In: http://nanyang.com/~nanyang/cny/general.htm

11 Laba Fest: auf Chinesisch 腊八节.

12 Laba Brei: auf Chinesisch 腊八粥.

13 Laba Knoblauch: auf Chinesisch 腊八蒜.

14 Qiu Huangxing: Sitten und Gebräuche in China. Beijing: Verlag für fremdsprachige Literatur, 1992. S. 15.

Es gibt hinzu noch andere Sagen, wie z. B. Die Erinnerung der armen Tage.

15 Jiaozi: auf Chinesisch饺子, ist eine Art von Ravioli.

16 上天言好事,地上保平安, die deutsche Übersetzung sehen: Qiu Huangxing: Sitten und Gebräuche in China. S. 16.

17 Guangjiaopian: auf Chinesisch光脚片.

18 der Höllenfürst erscheint häufig in den Volkssagen, sowie der Jadekaiser.

19 Volkssage sehen : Chun de xiyue《春的喜悦》 (die Freude des Frühlings).

20 Tofu(豆腐) ist chinesischer Käse.

21 Zhao Jianmin: Da nian san shi hua Jiaozi 《大年三十话饺子》 (am Silvesterabend reden wir von Jiaozi): www.chinesefolklore.com

22 Provinz Henan: auf Chinesisch 河南省.

23 Miantou(馒头) ist ein gedämpfter Teig, wird auch als „chinesische Brötchen“ übersetzt.

24 Niangao(年糕) ist ein Kuchen aus Klebreis und Dattel oder einer anderen Frucht.

25 Niansanshi: auf Chinesisch年三十.

26 Huntun: auf Chinesisch馄饨, eine klare Suppe mit Fleischtäschchen.

27 aus einem Tang-zeitlichen Gedicht Wang Weis (701-761 n.Chr.): 每逢佳节倍思亲, die deutsche Übersetzung aus: Qiu Huangxing: Sitten und Gebräuche in China, S. 15.

28 Zi-Uhrzeit ist die Mitternacht, auf Chinesisch子时.

29 Jiaozi zum Jahreswechsel: auf Chinesisch更岁交子.

30 Ming-Dynastie:1368-1644

31 Qing-Dynastie:1644-1911

32 Yuanbao (元宝) ist ein schuhförmiger Gold- oder Silberbarren als Zahlungsmittel im feudalen China.

33 Zhao Jianmin: Danian sanshi hua jiaozi 《大年三十话饺子》 (am Silvesterabend reden wir von Jiaozi): www.chinesefolklore.com

34 der Überfluß jedes Jahres: auf Chinesisch年年有余.

35 die Frucht des langen Lebens: auf Chinesisch长生果.

36 Chun de Xiyue《春的喜悦》(die Freude des Frühlings).

37 Qiu, Huangxing: Sitten und Gebräuche in China. S.16. Dafür gibt es keine chinesische Übersetzung.

38 Diese Spruchrollen sind ursprünglich auf Chinesisch:生意兴隆通四海,财源茂盛达三江.

39 Schutzamulett aus Pfirsichholz: auf Chinesisch桃符.

40 Song-Dynastie: 960-1279

41 Yangliuqing (杨柳青) ist eine kleine Stadt in der Nähe von Tianjin (天津).

42 Weifang (潍坊) ist eine Stadt in der Provinz Shandong (山东省).

43 Taohuawu (桃花坞) ist eine Stadt in der Provinz Jiangsu (江苏省).

44 Die zwölf Tierzeichen sind Maus, Stier, Tiger, Hase, Drache, Schlange, Pferd, Ziege, Affe, Huhn, Hund, Schwein

45 Baiyun-Kloster: auf Chinesisch白云观.

46 Yonghe-Palast雍和宫 war in der Qing-Dynastie die Wohnung vom Kaiser Yongzheng.

47 Qiu, Huangxing: Sitten und Gebräuche in China. S.21

48 Miaohui: auf Chinesisch庙会

49 Der Satz: auf Chinesisch岁岁 (碎碎) 平安.

50 Powu-Fest (破五) bedeutet: Am fünften Tag werden alle Tabus abgeschafft.

51 Yuanxiao-Fest: auf Chinesisch元宵节.Yuanxiao ist ein Klebreiskloß mit Füllung.

52 Die Westlichen Han-Dynastie: v.Chr.206-n. Chr.24

53 Die Tang-Dynastie: 618-907

54 Tangyuan: auf Chinesisch汤圆.

55 Ningbo (宁波) ist eine Stadt in der Provinz Jiangsu.


8. Bibliographie

1. Cang, Yangqing (仓阳卿). Zhongguo yangsheng wenhua 《中国养生文化》 (Die Kultur für die Gesundhaltung in China) Shanghai: Guji Verlag (上海古籍出版社), Erstdruck: Jun. 2001.

2. Chun de Xiyue《春的喜悦》(die Freude des Frühlings), ohne Angabe für den Autor, In: http://nanyang.com/~nanyang/cny/general.htm

3. Das Bündnis für Folklorist in Shanghai, Das Bündnis der Folklore in Shanghai (上海民间文艺家协会,上海民俗协会). Zhongguo minjian wenhua 《中国民间文化》 (Die Folklore in China). Shanghai: Xuelin Verlag (学林出版社), Erstdruck : Apr. 1993.

4. Qiu, Huangxing. Sitten und Gebräuche in China. Beijing: Verlag für fremdsprachige Liteatur,1992.

5 . Xiao Fang (萧放), Yiye lian shuangsui, wugeng fen ernian《一夜连双岁,五更分二年》(Eine Nacht verbindet zwei Jahre, die Wugenguhrzeit teilt einen Punkt in zwei Jahre.). In: chinesefolklore.com (中国民俗网)

6. Zhao Jianmin, Danian sanshi hua jiaozi《大年三十话饺子》(am Silvesterabend reden wir von Jiaozi), in: www.chinesefolklore.com


9. Glossar chinesischer Schriftzeichen

Baiyunguan白云观, Cai菜, Cai财, Chunjie春节, Dao到,Dao倒,

Dofu 豆腐, Fu福, Guangzhou广州, Guangjiaopian光脚片,

Haerbin哈尔滨, Han汉, Henansheng河南省, Huntun馄饨,Jiaozi交子,

Jiaozi饺子,Jiu九, Jiu久, Laba腊八, Mantou馒头,Ming明,

Miaohui庙会,Nian年,Niansanshi年三十,Niangao年糕,Ningbo宁波,

Powu破五, Qing清, Tang唐,Song宋, Sui岁, Sui碎, Tangyuan汤圆,

Taohuawu桃花坞, Weifang潍坊, Xinzheng新正, Yangliuqing杨柳青,

Yuanxiao元宵,Yuandan元旦,Yuanbao元宝,Yonghegong雍和宫

10. Autorin und Copyrighthinweis

Dieser Beitrag wurde von Li Yang im Rahmen einer Hausarbeit an der Universität Bonn im Dezember 2003 erstellt.

Der Inhalt der Internetseiten von www.chinaweb.de ist urheberrechtlich geschützt.

Es ist ohne vorherige schriftliche Genehmigung von chinaweb.de nicht gestattet, Inhalte zu kopieren, zu verändern oder auf einer anderen Webseite zu veröffentlichen.